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am 3. Oktober

Artensterben: ÖVP & FPÖ ignorieren Dramatik

Maria Buchmayr - Unser Antrag auf verstärkten Artenschutz wurde im Ausschuss abgelehnt.

Es herrscht Alarmstufe Rot beim Artenschutz. Aber Schwarz-Blau erkennt weder die Dramatik noch die Notwendigkeit zu handeln. Die Landeskoalition stemmt sich weiter gegen unsere Bemühungen für mehr Artenschutz und hat unseren Antrag im Ausschuss abgelehnt. Das ist bedauerlich und kurzsichtig. Mit einer solchen Haltung werden wir den Rückgang der Arten nicht stoppen.

Mit unserem Antrag wollten wir endlich die Ursachen bekämpfen, die zu diesem dramatischen Artenrückgang geführt haben. Wir müssen schrittweise raus aus den Pestiziden, die gefährlichsten sofort verbieten. Wir müssen die Landwirtschaft umstellen, die Flächenversiegelung und die Lichtverschmutzung stoppen. Dazu muss die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit deutlich verstärkt werden. Das sind die Instrumentarien. Mit Verweigerung und bestenfalls Relativierung kommen wir nicht weit.

Besonders deutlich ist der Rückgang an Insekten und Vögeln in der Agrarlandschaft. Laut Farmland Bird Index ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel in den letzten 20 Jahren um 40 Prozent zurückgegangen. Starke Rückgänge gibt es auch bei Amphibien, Reptilien, Fischen und Wildkräutern. Die Ausmaße des Insektensterbens sind bekannt. Schon innerhalb eines Jahrhunderts könnten weltweit 40 Prozent der Insektenarten verschwunden sein, ExpertInnen sprechen von einem drohenden "Kollaps der Ökosysteme der Natur".

Es muss dringend gegengesteuert werden, auch in hier in Oberösterreich. Das sagen selbst alle relevanten Abteilungen des Amts der oberösterreichischen Landesregierung. Aber wir stoßen hier bei ÖVP und FPÖ seit Jahren auf eine Wand der Ablehnung Zahlreiche unserer Anträge der letzten Jahre zum Artenschutz und zum Schutz des Bodens wurden entweder gleich abgelehnt oder immer wieder vertagt. Wir werden den Druck weiter verstärken. Denn auch ÖVP und FPÖ hier im Land müssen endlich aufwachen, umdenken und handeln.

Toter Fink in der Wiese
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