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am 7. März

Artensterben: LR Hiegelsberger blockiert

Stefan Kaineder, Maria Buchmayr - Wir fordern Maßnahmen gegen das dramatische Artensterben – 1000mal bei LR Hiegelsberger probiert, 1000mal ist nix passiert. Auch unser neuerlicher dringlicher Antrag auf verstärkten Arten- und Bodenschutz wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt

Man appelliert, warnt und fordert gegen eine schwarz-blaue Wand. Wir haben ein Insektensterben dramatischen Ausmaßes, es gibt immer weniger Arten, immer weniger Boden und damit Lebensraum für sie. Wir zerstören uns unsere Lebensgrundlage. Aber die verantwortliche Politik auch in Oberösterreich reagiert nicht. Auch im heutigen Landtag nicht. Unseren dringlichen Antrag auf verstärkten Arten- und Bodenschutz haben ÖVP und FPÖ abgelehnt, die Antwort von Landesrat Hiegelsberger auf unsere mündliche Anfrage war eine beschämende Relativierung. Das ist die nächste Ernüchterung in einer langen Serie von Enttäuschungen.

Dabei sind die Fakten dramatisch: Schon innerhalb eines Jahrhunderts könnten weltweit 40 Prozent der Insektenarten verschwunden sein - ExpertInnen sprechen von einem drohenden „Kollaps der Ökosysteme der Natur.
Die Gründe sind unter anderem Pestizide, die Bodenversiegelung aber auch der Klimawandel. Diese Entwicklung wollen wir mit effektiven Maßnahmen stoppen - unter anderem durch schrittweise Verringerung des Pestizideinsatzes, verstärkte Förderung biologischer Landwirtschaft sowie Verminderung des Flächenverbrauchs.

Wir warnen seit Jahren vor dieser Entwicklung. Wir fordern seit Jahren Gegenmaßnahmen - aber prallen immer wieder insbesondere an Landesrat Hiegelsberger ab. Wir haben heute Landesrat Hiegelsberger im Landtag mit allen Anträgen konfrontiert, die wir eingebracht und die er als Agrarlandesrat abgeblockt hat. Wir wollen Arten- und Bodenschutz. Wir haben es "tausendmal" bei LR Hiegelsberger probiert, und tausendmal ist nix passiert.

Wir müssen die Pestizide von den Feldern bekommen und die Bodenversiegelung einbremsen. Nur dann können wir das Artensterben aufhalten. Es ist Aufgabe der Politik, die Vorgaben und Maßnahmen dafür zu liefern. Mit Verweigerung und bestenfalls Relativierung kommen wir nicht weit – und die Insekten schon gar nicht.

Toter Fink in der Wiese
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