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am 8. August

Artenschutz: Freiwilligenarbeit beispielhaft

Stefan Kaineder - Im Green Belt Camp Maltsch leisten die Freiwilligen beeindruckende und beispielgebende Arbeit in Sachen Artenschutz.

Was die TeilnehmerInnen des Green Belt Camp für den Artenschutz leisten, ist großartig, und beispielgebend. Wir alle wissen, dass das Artensterben immer dramatischer wird. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht oder verschwinden einfach. Indem sie Lebensraum für viele Arten pflegen und erhalten, leisten die CampteilnehmerInnen einen sehr wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Es ist aber ganz klar, dass auch die Politik endlich die Verantwortung für den Artenschutz übernehmen muss. Das Green Belt Camp liegt im Europaschutzgebiet Maltsch.

Die Maltsch liegt am grünen Band Europas, dem längsten Biotopverbundsystem der Welt. Die Maltsch im Norden Oberösterreichs bildet 26 Kilometer lang die Staatsgrenze zwischen Österreich und Tschechien. Die Feuchtwiesen und großzügigen Überschwemmungsflächen sind wichtiger Lebensraum für selten gewordene, bodenbrütende Vogelarten. Damit das so bleibt, müssen die Feuchtwiesen regelmäßig gepflegt werden. Diese Arbeit ist schweißtreibend, das haben wir miterlebt. Die Freiwilligen arbeiten mit Sensen und ausgebildeten Arbeitspferden. Dass auch Wasserbüffel eingesetzt werden, ist besonders beeindruckend.

Dieser aktive Artenschutz muss von der Politik noch viel stärker unterstützt werden. Wir setzen uns seit Jahren für ein entschiedenes Vorgehen gegen das Artensterben ein und fordern konkrete Maßnahmen – auch im oberösterreichischen Landtag. Aktuell haben wir wieder einen Antrag eingebracht, stoßen damit aber bei ÖVP und FPÖ wie bisher auf taube Ohren.
Wir müssen schrittweise raus aus den Pestiziden und die Gefährlichsten sofort verbieten. Wir müssen die Landwirtschaft umstellen, die Flächenversiegelung, und die Lichtverschmutzung stoppen. Das sind unsere Forderungen und wesentliche Schritte gegen das Artensterben. ÖVP und FPÖ müssen endlich erkennen, dass ohne Handeln das Artensterben nicht zu stoppen ist.

Stefan Kaineder mit Wasserbüffeln
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