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am 11. April

AKW Mochovce ist löchriges Höchstrisiko

Ulrike Schwarz - Das Atomkraftwerk Mochovce ist ein in löchrigen Beton gegossenes Höchstrisiko. Jetzt gilt es, den Ausbau sofort zu stoppen und rasch eine externe Überprüfung einzuleiten.

Das slowakische AKW Mochovce ist eine Atom-Ruine, ein in löchrigen Beton gegossenes Höchstrisiko – und das 350 Kilometer von Linz entfernt. Der Reaktor ist veraltet, der Jahrzehnte dauernde Ausbau begleitet von unfassbaren Mängeln. In drei Monaten soll der erste der neuen Reaktoren ans Netz gehen. Das müssen wir verhindern. Der Ausbau muss umgehend gestoppt und das AKW selbst genauest geprüft werden. Und zwar nicht von slowakischen Stellen, sondern von externen und unabhängigen ExpertInnen. Alle Fraktionen des Landtags sind sich hier einig und stehen hinter unserer Forderung und unserem Antrag.

Die Berichte zeichnen ein haarsträubendes Bild: Seit 34 Jahren wird mit Unterbrechungen an den Reaktorblöcken 3 und 4 gebaut, begleitet von gravierenden Bau- und Sicherheitsmängeln, mangelhafter Koordination und Kontrolle, fehlender Qualifikation und fehlenden Bauschritten. Der Reaktortyp stammt wie Tschernobyl aus den 1970er Jahren und birgt massive Sicherheitsrisiken. Zudem sind laut Global 2000 wegen einer zusätzlichen Sicherheitsauflage Baumaßnahmen in einer Art und Weise erfolgt, die die Stabilität des Reaktorgebäudes geschwächt haben könnten.

Das ist eine Unmenge an Fehlern, eine Anhäufung von Faktoren, die Mochovce zu einer massiven Gefahr für ganz Europa machen. Und es sind lauter Gründe, die neuen Reaktoren nicht in Betrieb gehen zu lassen und das ganze AKW von Grund auf zu überprüfen. AKWs sind grundsätzlich ein Risiko, aber marode AKW sind eine tickende Zeitbomben.

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