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am 9. Mai 2017

Obergrenze bei barrierefreien Wohnungen?

Ulrike Böker - Haimbuchner fordert im sozialen Wohnbau heute eine massive Reduktion bei Barrierefreiheit und bei Erreichung beschlossener Klimaziele. Die Folgekosten werden damit völlig ignoriert, es gäbe zudem genug sinnvolle Möglichkeiten, beim Wohnbau vernünftig einzusparen. 20% Obergrenze bei barrierefreien Wohnungen wäre eine Bankrotterklärung der oberösterreichischen Wohnbaupolitik.

Barriere

Heute hat sich der oö. Wohnbaureferent Haimbuchner für eine massive Reduktion von barrierefreien Wohnungen sowie für ein Zurückschrauben von bereits beschlossenen Klima- und Energieeffizienzzielen ausgesprochen.
​Eine 20% Obergrenze bei der Barrierefreiheit wäre eine Bankrotterklärung unserer Wohnbaupolitik. Die Folgekosten werden dabei völlig ignoriert. Wir alle müssen das Ziel haben, ältere Menschen sowie Menschen mit vorübergehenden oder permanenten Einschränkungen möglichst lange in der eigenen Wohnung zu halten. Das hilft uns sparen, und die betroffenen Menschen sind alle dankbar, wenn ihnen so wenig Hindernisse wie möglich im Weg stehen. Haimbuchner ist das offenbar nicht so wichtig.

Auch bei der Aufweichung von bereits erreichten und anerkannten Standards beim Klimaschutz – Stichwort Klimakonferenz Paris – ist Haimbuchner federführend. Klimaschutz ist eines der höchsten Ziele, an diesen erreichten Standards zu rütteln, zeugt nicht von besonderer Weitsicht.

Es ist wichtig, auch im Wohnbau Einsparungspotentiale zu sehen und zu verwirklichen - und es gäbe genug Möglichkeiten, einzusparen. Denken wir nur an eine Änderung der Stellplatzverpflichtung. Mindestens ein verpflichtender Parkplatz pro Wohnung ist besonders in Ballungsräumen nicht mehr zeitgemäß. Eine Verringerung der Stellplätze würde sofort zu Einsparungen führen. Außerdem sind die Bodenpreise ein besonderer Preistreiber. Hier könnte eine neue Widmungskategorie "Sozialer Wohnbau", wie sie auch Salzburg einführen möchte, Abhilfe schaffen.

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