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am 2. April

MAN-Abstimmung: Standort langfristig absichern

Ulrike Schwarz - Wolfs Weg muss zu neuen Technologien und E-Mobilität führen.

Wolf übernimmt oder die Tore schließen – das scheinen die Optionen vor der kommenden Abstimmung der MAN-Belegschaft zu sein. Dass andere Alternativen offenbar verwehrt bleiben, ist bedauerlich. Umso mehr sind im Falle einer Zustimmung zwei Grundvoraussetzungen sicherzustellen: Erstens, dass Investor Wolf so viele MitarbeiterInnen wie nur irgendwie möglich übernimmt und es hier noch Nachbesserungen beim "sogenannten" Sozialplan gibt. Zweitens, dass er das neue Projekt zukunftstauglich ausrichtet. Dies heißt den Schwerpunkt auf neue Technologien und E-Mobilität zu setzen. Nur das kann auch im Sinne der Beschäftigten und des Standortes Steyr sein. Es ist auch Aufgabe der Landesverantwortlichen, Investor Wolf diese Dringlichkeit vor Augen zu führen und sie einzufordern.

Die bisher bekannten Plänen zeichnen ein Sammelsurium an möglichen Produkten. Die E-Mobilität ist darunter, aber wohl kein Schwerpunkt. Aber Investor Wolf ist zweifellos vom Fach und müsste wissen, dass nur dort Zukunft, Geschäft und Gewinn warten. Wir warnen jedenfalls davor, Energie in veraltete Antriebtechniken zu investieren. Der Verbrenner ist ein Auslaufmodell. Auch im LKW-Bereich wird sich langfristig die E-Mobilität durchsetzen. Wenn jetzt erst recht wieder Zulieferungen für Russlands Verbrennermotoren angestrebt werden, scheint das kurzsichtig. Es kann doch nicht riskiert werden, dass sich der Standort Steyr eines Tages in der gleichen Lage wiederfindet wie jetzt aktuell mit MAN.

Um den Wandel erfolgreich zu bewältigen, muss die Automobilindustrie die ArbeitnehmerInnen aktiv einbinden. Das gilt auch für die aktuelle Situation im Werk in Steyr. Es ist nicht zielführend, dass die MitarbeiterInnen nur informiert werden und das Vorgegebene akzeptieren müssen.

Von der Landesverantwortlichen erwarten wir uns eine entschiedenere Haltung gegenüber Investor Wolf: Es geht hier um jeden einzelnen Arbeitsplatz und um eine Entscheidung für einen der wichtigsten Industriestandorte Oberösterreichs. Fatalismus ist ebenso fehl am Platz wie ein Kniefall vor Wolf. Dringend nötig ist vielmehr ein beherzter Einsatz, um das Allerbeste für den Standort und die MitarbeiterInnen zu erwirken.

FahrerInnenkabine eines LKW mit Lenkrad
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