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am 6. February

LH Stelzer muss satten Pflege-Scheck ausstellen

Ulrike Schwarz - Deutlich höhere Löhne für das Pflegepersonal sind nicht nur überfällig, sondern das wohl wichtigste Instrument gegen den Pflegemangel in Oberösterreich.

leere Brieftasche

Keine Almosen, keine leichte Erhöhung. Nein, die Löhne für das Pflege- und Sozialbetreuungspersonal müssen deutlich steigen. Das ist nicht nur die Aufforderung an die VerhandlerInnen, sondern vor allem an die verantwortliche Politik. Finanzreferent Landeshauptmann Stelzer muss einen Pflege-Scheck ausstellen. Er muss Geld in die Hand nehmen und den finanziellen Spielraum der DienstgeberInnen erhöhen. Denn die Löhne sind ein Schlüsselinstrument im Kampf gegen den Pflegenotstand.

Die Gehaltsvorstellungen klaffen vor der morgigen Runde der Gehaltsverhandlungen der Pflege- und Sozialbetreuungsberufe noch weit auseinander. Aber auch der DienstgeberInnenseite sind bei den Verhandlungen weitgehend die Hände gebunden und ihr Spielraum ist klein. Sie müssen sich in jenem finanziellen Rahmen bewegen, den ihnen das Landesbudget vorgibt.

Die Konsequenz liegt auf der Hand: Die Finanzmittel müssen erhöht und damit der Spielraum für die DienstgeberInnen vergrößert werden. Wir appellieren an Finanzlandesrat Landeshauptmann Stelzer, das in die Wege zu leiten. Derzeit werden etliche Maßnahmen überlegt und präsentiert, um mehr Pflegepersonal zu gewinnen. Es muss uns gelingen den Pflegeberuf attraktiver zu machen, nur dann werden sich mehr Interessierte auch dafür entscheiden. Höhere Löhne wären ein ganz zentraler und wirkungsvoller Schritt.

Eine deutliche Lohnerhöhung ist auch längst überfällig. Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen – etwa zu den MetallerInnen – hinken die Sozialberufe bei den Gehaltsabschlüssen immer deutlicher hinterher. Die Pflege ist nicht nur ein enorm wichtiger, sondern auch herausfordernder Beruf, der den Beschäftigten alles abverlangt. Alleine deshalb muss es endlich zu einem Aufholprozess und zu einer Anpassung kommen. Es werden sich eben nur dann mehr Interessierte für diesen anstrengenden Beruf entscheiden, wenn der Lohn passt. Das ist eine einfache Rechnung.

Natürlich sind auch die Fragen der Arbeitsbedingungen und der Ausbildung mitentscheidend, um zu mehr Personal zu kommen. Ohne deutlich steigende Löhne und damit entsprechende Bezahlung wird der Personalengpass definitiv nicht zu beheben sein. Darüber müssen sich die politisch Verantwortlichen im Klaren sein.


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