Bezirkegruene.at
Navigation:
am 10. September

Leistbare Wohnungen für Oberösterreich

ooe.planet Redaktion - Löhne und Einkommen blieben seit dem Jahr 2000 gleich bzw. teilweise unter der Infla­tionsrate, die Ausgaben fürs Wohnen stiegen aber dafür mehr. 
Gabriela Moser legt nun ein Programm für leistbares Wohnen vor.

Gabi Moser

Die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum steigt. Gabriela Moser führt das auf hohe Grundstückspreise zurück, die einen Neubau und damit leistbare Wohnkosten verhindern. Leistbare Wohnungen wurden in den vergangenen Jahren nahezu zur Gänze von den Gemeinnützigen getragen.
"Nur dauert das Aufholen des Fehlbestandes oft fünf Jahre. Vor allem die hohen Grundstückspreise verhindern Neubau und leistbare Wohnkosten", kritisiert Moser. Für sie ist eine Wohnbauoffensive unumgänglich. Investitionen in den Wohnbau erhöhen das Maastricht-Defizit nicht, da private FinanzierungspartnerInnen wie private Geschäftsbanken, Fonds, Versicherungen und die Europäische Investitionsbank für eine langfristige Tilgung sorgen, die sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer orientiert. Bei Wohngebäuden sind das zumindest 60 Jahre.

Positive Beispiele gibt es in Wien und Tirol. Das Land Tirol ermöglicht so, Mieten zu fünf Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebs- und Heizkosten sowie Steuern.

30 Punkte für eine Grüne Wohnbauoffensive

In 30 Punkten, die eine leistbare Miete garantieren, skizziert Gabi Moser das Grüne Modell. Das Mietrecht soll reformiert, die Mietvertragsgebühr abgeschafft, leerstehende Wohnungen genutzt, Gebäude aufgestockt und Altbestand adaptiert werden.

Moser regt außerdem so wie in Salzburg einen Umwidmungsdruck an. "Bauland soll auf zehn Jahre befristet sein und dann automatisch wieder zu Grünland werden, für bereits bestehendes Bauland soll nach fünf Jahren eine jährliche Infrastrukturabgabe an die Gemeinde entrichtet werden. In Oberösterreich könnten so 8.700 Hektar der Grundstücksspekulation entzogen und so mobilisiert werden."

Weitere Punkte aus dem Wohnbauprogramm sind gemischte Wohnformen, mehr Energieeffizienz, Qualitätssicherung durch die Förderung ökologischer Materialien und verdichteter Flachbau. Dabei sollten die gesamten Lebenszykluskosten der Baustoffe inklusive der grauen Energie bewertet werden.

"Die Bundesregierung hat die Wohnbauoffensive gänzlich verschlafen. Jetzt ist Feuer am Dach. Wohnungen sind heute erforderlich und nicht erst in fünf Jahren", so Moser abschließend.

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.