Bezirkegruene.at
Navigation:
am 20. Juni 2017

Haimbuchner baut Barrieren im Wohnbau auf

Ulrike Böker - Mit der gestern beschlossenen Novelle schraubt Haimbuchner bereits erreichte Standards bei Barrierefreiheit wieder zurück. Die Leidtragenden sind vor allem ältere Menschen, Familien mit Kindern sowie Menschen mit vorübergehenden oder permanenten Einschränkungen.

Barriere

Haimbuchners Wohnbaupolitik bedroht wichtige Errungenschaften bei der Barrierefreiheit. Die in der gestrigen Regierungssitzung gegen unsere Stimme beschlossene Novelle der oberösterreichischen Bautechnik-Verordnung ist ein massiver Rückschritt - erreichte Baustandards werden zurückgeschraubt. Die Leidtragenden sind nicht nur Menschen mit Behinderung sondern auch jene mit vorübergehenden Einschränkungen, alte Menschen und Eltern mit Kleinkindern. Ihnen allen drohen wieder neue Hürden.

Vertikale Hebeeinrichtungen statt Liften, eine stärkere Rampenneigung, Handlauf bei Treppen nur mehr an einer Seite, wenn ein Personenaufzug vorhanden ist – das sind nur einige Punkte, die diesen Rückschritt bei der Barrierefreiheit zeigen.
Besonders viele Menschen sind durch die künftig wieder stärkeren Rampenneigungen betroffen, da sie insbesondere für ältere Personen bei Verwendung von Rollatoren bzw. Gehwägen beim bergab Gehen eine Gefahr darstellen.

Dieses Absenken der Standards bei der Barrierefreiheit ist nicht nur eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, sondern widerspricht auch dem Bestreben einer österreichweiten Harmonisierung der bautechnischen Vorschriften. Die Bauvorschriften zur Barrierefreiheit haben sich bestens bewährt, die so erreichten Standards sind für viele Betroffene unverzichtbar und dürfen aus verrmeintlichen Spargründen nicht gestrichen werden. Die Folgekosten - Stichwort Pflegeplätze - werden zudem völlig ignoriert. Wir sparen dann, wenn wir älteren Menschen sowie Menschen mit vorübergehenden oder permanenten Einschränkungen ermöglichen, möglichst lange in der eigenen Wohnung bleiben zu können.

Jetzt spenden!