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am 24. Oktober

Berufstätige Eltern: Vorrang bei... nix?

Maria Buchmayr - Die Regierung verspricht Vorrang für berufstätige Eltern. In Oberösterreich ist der Kindergarten aber in jeder 5. Gemeinde am Nachmittag geschlossen.

Politik in der Sackgasse

In Wien beschließt die Bundesregierung wieder einmal groß den Ausbau der Kinderbetreuung und kündigt eine Bevorzugung für berufstätige Eltern und Wiedereinsteigerinnen bei der Vergabe von geförderten Kindergartenplätzen an. Das schlägt sich massiv mit der Realität in Oberösterreich. Denn hier hat Schwarz-Blau mit der Kindergartensteuer gerade das Betreuungsangebot stark verkleinert. Das treibt den Eltern die Zornesröte ins Gesicht.

Gerade in Landgemeinden war es für Eltern schon immer eine große Herausforderung, ein passendes Betreuungsangebot zu finden. Schaut man sich die aktuellen Zahlen an, hat man es Schwarz auf Weiß: In jeder 5. Gemeinde Oberösterreichs stehen die Eltern ohne Kinderbetreuung am Nachmittag da. Da empfinden berufstätige Eltern Versprechen wie Wahlfreiheit und Vorrang bei der Vergabe von Plätzen zu Recht als Hohn.

20 Prozent der Kinder haben in Oberösterreich durch die überfallsartige Einführung einer Gebühr den gewohnten Betreuungsplatz am Nachmittag verloren. Die Welle von Abmeldungen hat große Löcher in das Betreuungsangebot gerissen. Aus anderen Ländern kommen laufend Erfolgsmeldung zum Ausbau des Betreuungsangebots. Oberösterreich ist das einzige Land weit und breit, in dem Gruppen zugesperrt werden.Wir fordern deshalb eine oberösterreichische Kindergartengarantie: Jedes Kind, das einen Betreuungsplatz braucht, muss diesen auch bekommen und zwar wohnortnahe, in der gewohnt hohen Qualität und mit flexiblen Betreuungszeiten auch am Nachmittag.

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