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am 2. Mai

Arbeitsmarkt: Gute Daten, falscher Weg

Ulrike Schwarz - Genau jetzt schneidet Schwarz-Blau in ein funktionierendes System, kürzt und stoppt Maßnahmen, die gerade für Langzeitarbeitslose wichtig sind.

Bettler

Ja, der oberösterreichische Arbeitsmarkt erlebt einen Aufschwung, die Daten werden immer besser, selbst bei den älteren Arbeitslosen gehen die Zahlen weiter zurück. Und genau jetzt schneidet Schwarz-Blau in dieses funktionierende und erfolgreiche System hinein, kürzt und stoppt, statt Projekt für diese Zielgruppe auszubauen und zu stärken. Das ist extrem kurzsichtig und droht viele Menschen in die Armut zu treiben.

Vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren vor allem Kurzzeitarbeitslose. Aber noch immer sind zu viele Menschen zu lange ohne Arbeit. Betroffen sind vor allem ältere Arbeitskräfte, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Geringqualifizierte. Gerade Langzeitarbeitslose sind besonders armutsgefährdet. Rund 56 Prozent der beim AMS ein Jahr oder länger als arbeitssuchend registrierten Personen gelten auch als armutsgefährdet. An der schwarz-blauen Bundesregierung scheint das alles vorbeizulaufen oder es ist ihr schlicht egal. Sie tut alles, damit es die Armutsgefährdeten noch um einiges schwerer haben. So wird das Budget des AMS um 30 Prozent gekürzt. Projekte in Oberösterreich wie die "Brücke" in Vöcklabruck oder "BIS" in Ebensee sind massiv gefährdet oder werden überhaupt gestrichen. Dazu kommt, dass man die "Aktion 20.000" eingestampft hat, die Notstandshilfe droht abgeschafft zu werden und vom Familienbonus haben 20.000 Kinder nichts, deren Eltern arbeitslos sind.

Das ist der völlig verkehrte Weg. In Zeiten der Hochkonjunktur darf man sich sehr wohl über gute Arbeitsmarktdaten freuen. Aber man darf nicht auf jene vergessen, die von der positiven Entwicklung nicht profitieren. Gerade für sie sind Maßnahmen zu verstärken und nicht zu streichen.

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