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am 2. November

Arbeitsmarkt: Aufwärtstrend nicht abwürgen

Ulrike Schwarz - Der Aufwärtstrend darf nicht durch ein schwarz-blaues Sparpaket gleich wieder abgewürgt werden. Die Maßnahmen für ältere Arbeitslose müssen ausgebaut werden, nicht nach dem Rasenmäherprinzip gekürzt.

Ältere Arbeitnehmerin

Endlich wieder ein Minus vor den Arbeitslosenzahlen ohne Einschränkungen, erstmals auch wieder positive Zahlen bei den über 50-Jährigen – das ist ein wichtiger Ankerpunkt, den man für die weitere Arbeitsmarktentwicklung nutzen kann. Mag das Minus bei den älteren Arbeitslosen auch leicht sein, könnte dies eine Trendumkehr im diesem Problembereich sein. Dieses zarte Pflänzchen darf jetzt aber nicht durch schwarz-blaue Sparmaßmaßnahmen gleich wieder zertreten werden.

Konkret müssen die Angebote für Ältere und Langzeitarbeitslose weiter verstärkt werden. Die Zahl der offenen Stellen steigt weiter. Gerade jetzt muss massiv in Umschulungen und Weiterbildung investiert werden, um möglichst viele ältere Personen in diese offenen Jobs zu bringen.

Das letzte, das wir jetzt brauchen, ist das schwarz-blaue Rasenmäherprinzip. Es darf jetzt nicht mit dem Sparstift bei diesen Bemühungen quer durch die Bank gekürzt werden. Das wäre verheerend und würde diese positive Entwicklung abwürgen.

Es steht auch außer Frage, dass Maßnahmen auch im Lehrlingsbereich gesetzt werden müssen. Die Zahl der offenen Lehrstellen steigt weiter. Das heißt, wir müssen mehr Jugendliche in die Lehre bringen. Das ist das wirksamste Instrumente gegen den immer markanteren Fachkräftemangel. Studien gehen davon aus, dass bis 2030 rund 121.000 Fachkräfte fehlen werden. In dieser Situation darf auch kein Gedanke daran verschwendet werden, Berufsschulen zu schließen.

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