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am 4. November

Alarmierende Situation am Lehrstellenmarkt

Ulrike Schwarz - Großer Zuwachs sowohl bei Lehrstellensuchenden als auch bei offenen Lehrstellen.

Das ist neuerlich eine gewaltige Kluft am Lehrstellenmarkt. Immer mehr junge Leute suchen eine Lehrstelle obwohl es gleichzeitig immer mehr offene Lehrstellen gibt. Das ist paradox und ein Alarmsignal. Diesen Knoten müssen wir entwirren, sonst ist die FacharbeiterInnenkrise nicht zu entschärfen. Denn immer weniger Lehrlinge bedeuten immer weniger Nachwuchs für den FacharbeiterInnenbereich. Wir brauchen effektive und auch neue Instrumente, um dagegen vorgehen zu können. Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden um 18 Prozent und jene der sofort verfügbaren Lehrstellen um 17 Prozent gestiegen ist.

Die Maßnahmen müssen darauf zielen, die Jugendlichen möglichst frühzeitig über Lehrstellenangebote und die damit verbundenen Aussichten und Chancen zu informieren. Derzeit gibt es in den Regionen einmal jährlich einen fix terminisierten Austausch zwischen Betrieben und Lehrstellensuchenden. Das ist jedoch eindeutig zu wenig. Es muss einen laufenden Austausch geben, dazu fordern wir regionale Ausbildungsplattformen. Mit diesen können die SchülerInnen in der Region früh auf die Möglichkeiten vor Ort aufmerksam gemacht werden. Diese Plattformen informieren, welche Fachkräfte gerade in der eigenen Region gesucht werden, bieten auch alle Bildungsangebote und kooperieren eng mit den Schulen vor Ort, der Wirtschaft und dem AMS.

Wir fordern auch mehr Unterstützung für Klein- und Mittelbetriebe. Diesen ist es personell und finanziell oft nicht möglich, den Jugendlichen neben der theoretischen und praktischen Ausbildung auch weitere Angebote zu ermöglichen. Für diese Betriebe muss es dringend zusätzliche Unterstützungsangebote geben.

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