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am 9. August

Schwarz-Blau hungert freie Kultur aus

Severin Mayr - Die Kürzungen im Kulturbudget sind noch dramatischer als angenommen. Wir werden massiven Widerstand gegen diese Entwicklung leisten. Oberösterreich braucht dringend eine Trendwende in der Kulturpolitik.

Das ist eine heftige Erkenntnis für die heimische Kulturszene und in Wirklichkeit auch eine Schande für das Kulturland Oberösterreich: Die Kürzungen im Budget der Zeitkultur sind noch dramatischer als angenommen, für viele Kulturinitiativen wird die Lage immer schlimmer. Wir werden das nicht hinnehmen. Wir werden auch im Landtag für die Kulturinitiativen und für eine Trendwende in der Kulturpolitik kämpfen. Die Kulturplattform OÖ (KUPF) hat den Rechnungsabschluss 2018 des Landes analysiert. Deren Auswertung hat ergeben, dass das schwarz-blaue Streichkonzert bei Initiativen der Zeitkultur noch heftiger ausgefallen ist, als ursprünglich angekündigt.

Die Auswirkungen dieser derart massiven Kürzungen sind deutlich spürbar. Viele Kulturinitiativen und die Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich tagtäglich dort arbeiten, kämpfen ums wirtschaftliche Überleben. Für das Land bedeutet diese schwarz-blaue Kulturpolitik Einschnitte bei der kulturellen Nahversorgung. Denn die Kultureinrichtungen sind nicht nur wichtige ArbeitgeberInnen und wirtschaftliche Standortfaktoren, sie sind vor allem auch entscheidend für die Lebensqualität auch abseits der großen Städte. Sie sind Rückgrat für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den demokratischen Diskurs.

Wir werden dieser Politik Gegenwehr leisten. Wir brauchen eine Trendwende in der Kulturpolitik. Jetzt müssen wir alles dafür tun, damit die vielen, meist ehrenamtlich agierenden, regionalen Kulturinitiativen gerettet werden. Die Situation für die Kulturschaffenden in Oberösterreich war ohnehin bereits in den letzten Jahren schwierig. Wir werden im Landtag mit aller Deutlichkeit eine Reparatur dieser Fehlentwicklung einfordern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die kleinen Kulturinitiativen noch viel stärker als jetzt arbeiten können und dass Oberösterreichs Ruf als Kulturland nicht durch schwarz-blaue Kürzungswellen zerstört wird.

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