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am 19. Jänner

Kulturland OÖ retten: Gesprächsverweigerung

Severin Mayr - 17.000 Personen wollen das Kulturland OÖ retten – und finden im Landtag kein Gehör: Die schwarz-blaue Gesprächsverweigerung zeigt, wie diese Koalition mit den Menschen im Land umgeht. Die Unkultur zieht mehr und mehr in den schwarz-blauen Alltag ein.

Kultur kostet. Unkultur kostet mehr.

Über 17.000 Menschen haben die Petition "Rettet das Kulturland OÖ", die das Ziel hat, die Kunst- und Kulturlandschaft in Oberösterreich zu erhalten, mittlerweile unterschrieben. Weite Teile dieser Kulturlandschaft sind nach dem schwarz-blauen Kürzungspaket in große Bedrängnis geraten, teilweise wurden ein Drittel der bisherigen Förderung gestrichen. Rahmenbedingungen, die das Überleben der vielen, meist ehrenamtlich agierenden, regionalen Kulturinitiativen sichern, wurden so nachhaltig erschüttert.

Die Auswirkungen dieses Kürzungspaket sind massiv. Entsprechend groß und wichtig war auch die Reaktion unserer Kunst-und Kulturszene. Wir können uns an kaum eine Petition erinnern, die in so kurzer Zeit einen derartigen Zuspruch erfahren hat. Aus diesem Grund haben wir gestern gefordert, VertreterInnen der Kulturplattform KUPF, die die Petition initiierte, in den Ausschuss einzuladen und mit ihnen über die Auswirkungen der Kürzungen zu diskutieren.
Dieser Antrag wurde im gestrigen Petitionsausschuss von Schwarz-Blau aber wortlos abgelehnt.

Wortlose Ablehnung - keine Diskussion erwünscht

So geht die schwarz-blaue Koalition im Landtag also mit vielen tausenden Menschen in Oberösterreich um: Ihnen erst mit massiven Budgetkürzungen das kulturelle (Über-)Leben erschweren und sie in weiterer Folge nicht einmal persönlich anhören. Schwarz-blau wünscht keine Diskussion, keine kritischen Stimmen, und fürchtet möglicherweise auch jene VertreterInnen, die ihre berechtigte Kritik und Forderungen einbringen möchten. Das ist eine Unkultur, die schwarz-blau in unser Land bringt, gegen die man lautstark vorgehen muss.

Einigung konnte im Ausschuss nur darüber erzielt werden, dass bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses eine Stellungnahme des Landeshauptmanns eingeholt wird. Wir lassen nicht zu, dass die Diskussion einfach abgedreht wird. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die 17.000 Stimmen gehört werden.

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