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am 8. November

Kürzen und Streichen: Ist das "die neue Zeit"?

Severin Mayr - Wir werden schwarz-blaue Kürzungspläne morgen im Landtag thematisieren: 2018 bringt massive Einschnitte statt dem behaupteten "Augenmaß".

Artikelbild Kulturlandretten Severin Mayr

Minus 34 Prozent bei der Literatur, minus 33 Prozent bei der Musik, minus 31 Prozent bei der Bildenden Kunst oder minus 28% bei Filmförderung, Volkskultur und Blasmusik: So sehen die Einschnitte im Kunst- und Kulturbereich beim nun veröffentlichten Budgetentwurf der schwarz-blauen Landesregierung aus. Selbst bei den seit Jahren unterdotierten Initiativen der Zeitkultur sollen 10 Prozent gestrichen werden.

Heute hat Landeshauptmann Stelzer in einer Aussendung noch von "moderaten Kürzungen" im Kulturbudget gesprochen, die "mit dem nötigen Augenmaß" vorgenommen werden würden. Davon ist aber in den nun vorliegenden Zahlen des Budget-Entwurfs wenig zu sehen. Wir fragen uns, was hier moderat sein soll, wenn teilweise ein Drittel der bisherigen Fördersumme gestrichen wird. Das hat mit Augenmaß nichts mehr zu tun.

Ist das die angekündigte "neue Zeit"? 

​Wir werden die morgige Landtagssitzung dafür nützen, Landeshauptmann Stelzer mit den nun vorliegenden Zahlen zu konfrontieren. Diese Rekordkürzungen wären ein drastischer kulturpolitischer Rückschritt.

Wir fordern Landeshauptmann Stelzer auf, unser Kulturland nicht so leichtfertig aufzugeben. "Kulturland retten" heißt auch, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Überleben der vielen, meist ehrenamtlich agierenden, regionalen Kulturinitiativen sichert – und gleichzeitig Neues ermöglicht.


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