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am 18. März

Zivildienst: Hunderte melden sich freiwillig

Gottfried Hirz - Hunderte junge Menschen melden sich auch in Oberösterreich zum freiwilligen Zivildienst. Die Koordination der Einsätze muss in enger Abstimmung mit den Trägerorganisationen und dem Land Oberösterreich erfolgen.

Der Appell der Bundesregierung an ehemalige Zivildiener im Bedarfsfall im Wege des freiwilligen Zivildienstes vor allem im Rettungsdienst und in der Pflege und Altenbetreuung mitzuhelfen, ist auf eine riesige Bereitschaft gestoßen. Nach Auskunft des Ministeriums haben sich österreichweit innerhalb weniger Tage bereits mehr als 2.500 junge Männer bei der Zivildienstagentur gemeldet und sich bereit erklärt auf diesem Weg einen außerordentlichen Dienst für die Gemeinschaft in dieser Krisensituation zu erbringen.

Die beeindruckende Zahl an freiwilligen Zivildienern ist, wie auch die vielen Nachbarschaftshilfen, ein starkes Signal der Solidarität und Hilfsbereitschaft der jungen Menschen in unserem Land. Für alle jene, die im Gesundheits- und Pflegebereich in Oberösterreich gerade Tag für Tag mit einer steigenden Belastung konfrontiert sind, ist die Perspektive einer Verstärkung mit hunderten zusätzlichen helfenden Händen eine wichtige Nachricht und ein wertvolles Zeichen des Zusammenhalts in schweren Zeiten.

Dass sich jetzt so viele freiwillig zu diesem außerordentlichen Engagement melden, zeugt auch von großer Verbundenheit mit jenen Organisationen, in denen sie ihren Zivildienst abgeleistet haben. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass diese jungen Leute ihre Aufgaben mit hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Leistungsbereitschaft erfüllen. Es ist uns daher ein Anliegen heute unseren Dank auszusprechen: Auf diese Jugend können wir stolz sein!

Entscheidend ist in weiterer Folge, dass gemeinsam mit den Einsatzorganisationen und Einrichtungen sichergestellt wird, dass die freiwilligen Zivildiener dann in jenen Bereichen eingesetzt werden, wo sie auch die entsprechende Expertise und Erfahrung mitbringen:
Die freiwilligen Zivildiener sollten möglichst wohnortsnah eingesetzt werden, damit sie auch auf die tägliche Infrastruktur von zu Hause zurückgreifen können und idealerweise natürlich auch in jenen Bereichen, in den sie schon Erfahrung haben (z.B.: Sanitäter im Rettungsdienst). Andernfalls wären langwierige Neuschulungen notwendig, für die jetzt die Zeit fehlt. Die Einsatzkoordination bzw. die Zuteilung der Freiwilligen soll in jedem Fall in enger Abstimmung mit den Einsatzorganisationen und dem Land Oberösterreich erfolgen.

Themenfoto Zivildienst
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