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am 25. Juni 2019

Externe Sexualpädagogik an Schulen beibehalten

Severin Mayr - Nach der Aufregung um "TeenSTAR" darf sexualpädagogischer Aufklärungsunterricht durch externe Personen nicht in einen Topf mit jenen Vereinen geworfen werden, die Unsinnigkeiten verbreiten.

Auch in oberösterreichischen Schulen wurden in der Vergangenheit "Aufklärungskurse" durch den erzkonservativen Verein "TeenSTAR" abgehalten. In internen Schulungsunterlagen des Vereines wurde unter anderem Homosexualität als heilbare Identitätsstörung dargestellt, Sex vor der Ehe tabuisiert und "natürliche Familienplanung" als Verhütungsmethode empfohlen.

Die Ansichten von "TeenSTAR" sind inakzeptabel, deren Lehren vorgestrig. Jetzt aber sexualpädagogische Bildung durch externe Fachkräfte an Schulen komplett zu verbieten, ist völlig verkehrt. ÖVP und FPÖ schlagen hier einen völlig falschen Weg ein. Denn sexualpädagogischer Unterricht gemeinsam mit ausgebildeten externe ExpertInnen ist wichtig und gerade deren spezifische Rolle hat große Vorteile. Die Arbeit dieser ExpertInnen wird weiterhin gebraucht, auch in Oberösterreich.

Wir werden daher eine Anfrage an Bildungslandesrätin Haberlander richten. Wir wollen einerseits wissen, wie die bewährte sexualpädagogische Bildung durch externe Fachkräfte an Schulen beibehalten werden kann. Andererseits, wie garantiert werden kann, dass Vereine wie "TeenSTAR", die jenseitige und vorgestrige Inhalte transportieren, aus Schulen ferngehalten werden.

Die externe Sexualpädagogik, deren VertreterInnen und Vereine dürfen doch nicht in einen Topf mit denen geworfen werden, die Unsinn verbreiten. Externe SexualpädagogInnen generell von den Schulen verbannen, ist völlig falsch, gibt es doch zahlreiche Vorteile von externen SexualpädagogInnen: Sie sind nur zeitlich begrenzt in die Klassen und geben keine Noten. Diese Situation ohne Beurteilung macht es für SchülerInnen leichter, für die SchülerInnen als unangenehm erlebte Erfahrungen zu besprechen oder tabuisierte Fragen zu stellen. Für externe WorkshopleiterInnen ist es umgekehrt einfacher, auf diese Fragen einzugehen. Externe Sexualpädagogik ist ein ergänzendes Mittel und sollte Eltern und Lehrkräfte unterstützen. Das ist eine wichtige Position und Aufgabe, die keinesfalls von schwarz-blauer Politik entsorgt werden darf.

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