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am 13. Oktober

Überfallsartige Fusion KH Kirchdorf und Steyr

Ulrike Schwarz - Wir kritisieren den gespag-Beschluss ohne vorherige Information und Einbindung der MitarbeiterInnen. Der überfallsartige Beschluss, die Krankenhäuser zu fusionieren, kann die regionale Versorgungssicherheit gefährden.

Spital

Am Freitagabend wurde im Aufsichtsrat des Spitalsträgers gespag eine Fusion der Krankenhäuser Kirchdorf und Steyr beschlossen. Diese Entscheidung mit dem Ziel Kostendämpfungspotenziale zu heben und eine Leistungsabstimmung zu fördern wurde überfallsartig getroffen, ohne einen Diskussionsprozess zuzulassen und genauere Fakten auf den Tisch zu legen. Es muss vorher mit den MitarbeiterInnen, mit ExpertInnen und auch mit den niedergelassenen ÄrztInnen diskutiert werden, damit es zu keiner Verschlechterung der Versorgung kommt.

Wird eine so weitreichende Entscheidung so überfallsartig getroffen, besteht die Gefahr, dass es letztlich zu einer Verschlechterung der Versorgungssicherheit in der Region kommt. Wir kritisieren daher diesen Beschluss, der getroffen wurde, ohne vorher die Meinung der betroffenen MitarbeiterInnen zu hören. Wir haben daher auch im Aufsichtsrat der gespag als einzige gegen die Fusion gestimmt.

Da kein schlüssiges gesundheitspolitisches Konzept zur Beratung vorgelegt wurde, besteht die Gefahr, dass es bei dieser Fusion letztlich um Einsparungen und Ausgabenkürzungen geht. Gerade im sensiblen Bereich der Gesundheitsversorgung des ländlichen Raums ist so ein Drüberfahren absolut kontraproduktiv.

Gerade in Zeiten der Personalnot muss es für die MitarbeiterInnen Verbesserungen geben. Nur zu sagen, es kommt zu keinen Verschlechterungen ist für uns zu wenig. Bei den Fusionsplänen muss vor allem auch die Arbeitsqualität im Auge behalten werden.

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