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am 11. Mai

Tag der Pflege: Zukunft der Pflege sichern

Ulrike Schwarz - Das ist nicht nur Aufgabe des Bundes, sondern auch des Landes und der Gemeinden.

Die Zukunft der Pflege ist das Motto des morgigen Tages. Diese Zukunft zu sichern ist sicher nicht die alleinige Aufgabe des Bundes, sondern auch des Landes und der Gemeinden hier in Oberösterreich. Auch sie stehen mit in der Verantwortung, Ausbildung, Umschulung und auch die Rahmenbedingungen zu verbessern. Dies bedeutet mehr Unterstützung, damit Ausbildung auch leistbar ist. Und bedeutet mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, damit sich mehr Interessierte für diesen herausfordernden Job entscheiden und auch dabei bleiben. Genau dafür muss der morgige Tag Ausgangspunkt sein, nicht nur für selbstverständlichen Dank und Anerkennung.

Um bei Ausbildung und Umschulung die hohe Drop out-Rate zu senken, fordern wir eine Aufstockung der AMS-Unterstützungen, den Ausbau der Stipendien und eine bessere Bezahlung der notwendigen Praktika. Hier sehen wir das Wiener Modell als Vorbild: Dieses Modell mit 400 Euro monatlich zusätzlich soll längere Ausbildungen, etwa zur Pflegefachassistenz oder das Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege, leistbar machen. Dafür wird das Programm des Wiener Arbeitnehmer*innenförderungsfonds (waff) "Jobs plus Ausbildung" erweitert. Die Kosten tragen waff, AMS Wien und die jeweiligen Kooperationsbetriebe gemeinsam. Oberösterreich sollte dieses Modell übernehmen. Nur wenn wir die Ausbildung leistbar machen, bekommen mehr gut ausgebildete Personen für den Gesundheits- und Sozialbereich.

Es ist kein Geheimnis, dass die Pflegekräfte sowohl eine höhere Bezahlung als auch bessere Arbeitsbedingungen brauchen. Dies bedeutet ein breites Unterstützungsangebot und vor allem eine Überarbeitung des Personalschlüssels in allen stationären Einrichtungen. Demenzerkrankungen werden immer mehr. Die entsprechende Pflege ist extrem fordernd und in der Alltagsarbeit kaum noch schaffbar. Hier müssen wir gerade in den Altenpflegeheimen mehr zusätzliches qualifiziertes Personal zur Verfügung stellen. Zusetzlich braucht es deutliches Drehen an der Lohnschraube. Es muss eine bessere finanzielle Abdeckung der Leistungen durch das Land Oberösterreich geben; das ist Grundvoraussetzung. Kollektivverträge sind Mindestlöhne und dürfen, wie auch in anderen Branchen und der Wirtschaft üblich, überschritten werden.

Alte Frau mit Gehstock sitzt und wird von Pflegekraft tröstend berührt
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