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am 26. Jänner

Schwarz-blaues Nein zum Rauchverbot

Ulrike Schwarz - Wir fordern per Dringlichkeitsantrag das Festhalten am absoluten Rauchverbot in der Gastronomie ab Mai 2018. Die Haltung der ÖVP ist unglaubwürdig: Öffentlich setzt man sich für ein absolutes Rauchverbot ein, im Landtag stimmt man aber dagegen.

Zigarettenstummeln im Aschenbecher

Die Lockerung des NichtraucherInnenschutzes, den ÖVP und FPÖ in ihrem Regierungsübereinkommen beschlossen haben, ist nicht nur ein katastrophaler Rückschritt - es ist gesundheitspolitischer Wahnsinn. Immer mehr Menschen, die selber rauchen, Interessensvertretungen wie die ÄrztInnenkammer und auch WirtInnen treten für ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie ein.

14.000 Menschen in Österreich sterben jährlich an den Folgen des Rauchens

In der Gastronomie braucht es ein absolutes Rauchverbot. Der Schutz der MitarbeiterInnen, die dem blauen, gesundheitsgefährdenden Dunst ausgesetzt sind, muss im Vordergrund stehen. Chronische Bronchitis, Herz- und Lungenerkrankungen bis hin zu Krebs können die Folge sein. Weltweit sterben laut WHO mehr als sieben Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens, in Österreich sollen es ca. 14.000 Menschen jährlich sein.

Aber während in vielen anderen Ländern Europas der NichtraucherInnenschutz ernst genommen wird und sich das totale Rauchverbot immer mehr durchsetzt, macht man in Österreich die Rolle rückwärts. Mittlerweile ist Österreich Schlusslicht in Europa, was den NichtraucherInnenschutz betrifft, aber im Spitzenfeld, was den Tabakkonsum betrifft.

Umso mehr sind wir von den ÖVP-KollegInnen im oberösterreichischen Landtag enttäuscht. Sowohl Landeshauptmann Stelzer als auch Gesundheitslandesrätin Haberlander sprechen sich öffentlich klar für ein Rauchverbot aus. Wenn es aber Ernst wird, fällt die ÖVP um: Den entsprechenden gemeinsamen Antrag von uns und der SPÖ, sich bei der Bundesregierung für ein Festhalten des beschlossenen absoluten Rauchverbots einzusetzen, hat die ÖVP abgelehnt. Glaubwürdigkeit schaut anders aus. In der Steiermark, in Salzburg, oder auch in der Josefstadt in Wien hatten die ÖVP-PolitikerInnen mehr Mut und stimmten gegen die Bundeslinie und für ein absolutes Rauchverbot. Unsere KollegInnen in Oberösterreich sollten sich hier ein gesundes Beispiel nehmen.

Dass auch viele GästInnen ein rauchfreies Lokal genießen, zeigt sich auch beispielsweise in Rohrbach: Die Stammtische sind gut besucht, die WirtInnen guter Stimmung. Wir bedanken uns bei den WirtInnen, die ihr Lokal freiwillig rauchfrei gestalten und damit Verantwortung übernehmen.

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