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am 13. Februar

Rauchen: LRin Haberlander, bekennen sie Farbe

Ulrike Schwarz - Am Donnerstag startet das Volksbegehren für umfassenden NichtraucherInnenschutz und Rauchverbot in der Gastronomie, gleichzeitig wird ein rot-grüner Dringlichkeitsantrag im Ausschuss behandelt. Es ist höchste Zeit für die Gesundheitslandesrätin und den oö. Landeshauptmann, Farbe zu bekennen und sich gegen die Retro-Gesundheitspolitik auf Bundesebene auszusprechen.

Laut einer aktuellen Studie des Instituts Suchtprävention der pro mente OÖ rauchen 32% aller OberösterreicherInnen. 70-80% gelten dabei als nikotinabhängig. Das wären in absoluten Zahlen ca. 196.000-224.000 nikotinabhängige RaucherInnen in Oberösterreich. Knapp 5.000 Männer und 3.000 Frauen leiden dabei an ernsten körperlichen Schädigungen durch Nikotinmissbrauch.

Chronische Bronchititis, Herz- und Lungenerkrankungen bis hin zu Krebs sind oft die Folge des aktiven, aber auch passiven Rauchens. In Summe sterben jedes Jahr 14.000 ÖsterreicherInnen an den Folgen. LungenkrebsexpertInnen nennen daher die Pläne der neuen Bundesregierung, vom absoluten Rauchverbot in der Gastronomie Abstand zu nehmen, zu Recht Wahnsinn. Immer mehr Menschen, die selber rauchen, Interessensvertretungen wie die ÄrztInnenkammer und auch WirtInnen treten für ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie ein.

Ab Donnerstag: klares Zeichen für NichtraucherInnenschutz setzen

460.000 Menschen haben bereits die Online-Petition für einen umfassenden NichtraucherInnenschutz unterzeichnet, das Volksbegehren der ÄrtzInnenkammer kann ab Donnerstag unterzeichnet werden. Ebenso tagt am Donnerstag der Gesundheitsausschuss des oberösterreichischen Landtags, wo ein entsprechender rot-grüner Dringlichkeitsantrag behandelt wird.  Gesundheitslandesrätin Haberlander muss dabei klarstellen, wie sie die Gesundheitsziele "Suchtprävention" und "Verantwortung" für die Gesundheit wahrnehmen und die nachweislich erhöhen Gesundheitskosten für Rauchen sowie Passivrauchen rechtfertigen will.

In der Gastronomie hilft nur ein umfangreiches Rauchverbot

Es ist eine Tatsache: Nur wirksame Prävention und der Schutz vor dem gesundheitsschädlichen Passivrauchen durch klare Maßnahmen wie ein umfassendes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden oder der Gastronomie helfen dabei, das Gesundheitsrisiko zu senken. Noch ist es nicht zu spät für die KollegInnen aus der ÖVP, der Retro-Politik auf Bundesebene eine klare Abfuhr zu erteilen. Gesundheitslandesrätin Haberlander und auch Landeshauptmann Stelzer müssen Farbe bekennen und sich klar für den NichtraucherInnenschutz aussprechen.

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