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am 12. Februar

Pflege-Streik: Forderungen berechtigt

Ulrike Schwarz - Die Lage ist für viele Beschäftigte mittlerweile untragbar. Nur bessere Rahmenbedingungen bringen mehr neues Personal und damit eine Entspannung der Pflegekrise. Die MitarbeiterInnen haben unsere Unterstützung.

Streik ist bekanntlich das letzte Mittel. Aber für die Betroffenen ist leider der offenbar einzige Weg, sich Gehör zu verschaffen. Die Lage der vielen MitarbeiterInnen ist seit langem mehr als prekär, auch das ist bekannt. Daher unterstützen wir die berechtigen Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung und mehr Lohn. Denn ohne bessere Rahmenbedingungen wird der gesamte Pflegebereich noch tiefer in die Krise rutschen. Das zeigen auch die gescheiterten Verhandlungen zum Kollektivvertrag für Sozial- und Gesundheitsberufe.

Die Lage ist für viele Beschäftigte mittlerweile untragbar geworden. Viele MitarbeiterInnen in den Einrichtungen oder in der mobilen Betreuung arbeiten im Akkord. Das ist für diese verantwortungsvolle Tätigkeit unzumutbar und es schreckt dringend benötigtes, neues Personal ab. Nur bei besserer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen werden sich mehr Interessierte für diesen Beruf entscheiden. Das ist eine ganz einfache Rechnung, die allen Verantwortlichen seit langem bekannt ist. Hier nehmen wir auch Finanzminister und Finanzlandesrat in die Pflicht. Sie haben es in der Hand, dass mehr Geld ins Pflegesystem kommt. Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Pflege- und Sozialberufe sind klar abzulehnen. Unsere behinderten oder älteren pflegebedürftigen BürgerInnen verdienen sich die beste Pflege und Betreuung.

Die Finanzverantwortlichen vermisst Schwarz auch bei den Kollektrivvertragsverhandlungen, die ausschließlich von Arbeitgeber- und ArbeitnehmervertreterInnen geführt werden. Es wäre doch sinnvoll, ja logisch, jene einzubinden, die die Mittel bereitstellen, also Bund, Land und Gemeinden. Wie gesehen, ist ein Patt unvermeidlich, weil der finanzielle Spielraum der DienstgeberInnenseite klein ist und diese eigentlich kaum auf die berechtigten Bedürfnisse der MitarbeiterInnen eingehen kann.

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