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am 11. Mai 2017

Pflege: Bessere Bezahlung und Rechtsanspruch

Ulrike Schwarz - Wir sind für eine Kürzung der Normalarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und bei gleichzeitiger Personalaufstockung. Hier braucht es dringend den politischen Willen, mehr Geld in die Hand zu nehmen, um unsere Gesundheits- und Sozialversorgung nicht zu gefährden.

pflegende Hände

Unsere Pflegekräfte sind eine tragende Säule in unserem Gesundheits- und Sozialsystem. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche pflegen und betreuen sie mit vollem persönlichen Einsatz und großer Kompetenz kranke, ältere oder beeinträchtigte Menschen.
​Ihnen gilt unser großer Dank: Denn ihr Arbeitsalltag ist nicht nur extrem fordernd, andererseits müssen sie bei einer immer größer werdenden Zahl von zu betreuenden Personen immer mehr Aufgaben übernehmen.

Der Pflegeberuf: sehr belastend, in der Gesellschaft hoch angesehen - aber unterdurchschnittlich entlohnt

Beispiele dafür gibt es genug: Die Übernahme von Tätigkeiten in Krankenhäusern, wo ÄrztInnen fehlen, steht an der Tagesordnung. Auch die Anforderungen an mobile KrankenpflegerInnen werden immer höher, da PatientInnen immer früher aus den Krankenhaus entlassen werden und somit die Nachsorge wichtiger wird.Ähnlich ist die Betreuungssituation in den Alten- und Pflegeheimen, da die BewohnerInnen immer betreuungsbedürftiger werden und die körperlichen und psychischen Belastungen hoch sind.

Bessere Bezahlung und deutliche Personalaufstockung

Der Pflegeberuf ist sehr belastend und fordernd. Aus diesem Grund sind die PflegerInnen auch in der Gesellschaft hoch angesehen. Was aber damit nicht Schritt hält, ist die Entlohnung. Wir fordern daher einmal mehr eine bessere Entlohnung für Pflegekräfte sowie eine Verkürzung der Normalarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich sowie gleichzeitigen Personalaufstockung.

Wir müssen die Normalarbeitszeit auf 35 Stunden reduzieren, das würde auch für die vielen Teilzeitangestellten eine spürbar bessere Entlohnung bedeuten. Gleichzeitig braucht es deutlich mehr Personal. Hier braucht es endlich den politischen Willen, nachhaltige Maßnahmen zu setzen, und mehr Geld in die Hand zu nehmen. Sonst gefährden wir unsere gute Gesundheits- und Sozialversorgung, der volkswirtschaftliche Schaden wäre weit größer.

Rechtsanspruch für pflegende Angehörige

Beinahe jedeR zweite zu Pflegende wird derzeit von Angehörigen betreut. Pflegekarenz und Teilzeit können jedoch nur unter Zustimmung des Arbeitgebers in Anspruch genommen werden. Hier braucht es endlich einen Rechtsanspruch der pflegenden Angehörigen auf Ersatzpflege sowie Pflegekarenz und Teilzeit.

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