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am 6. November

Pflege: Arbeitsbedingungen und Entlohnung verbessern

Ulrike Schwarz - Nur so können wir den Pflegenotstand beenden und mehr junge Leute für den Beruf begeistern. Die steigenden Belastungen sind in den Pflegeschlüssel nicht eingerechnet.

traurige Frau

Wir stoßen im Pflegebereich an die Grenzen. Die Situation in den Pflegeheimen ist durchwegs dramatisch. Wir wissen, dass wir raschest mehr Personal brauchen. Es ist klar, dass wir hier mehrere Instrumente einsetzen müssen, um das zu erreichen. Aber absolute Priorität muss es sein, die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung im Pflege- und Betreuungsbereich deutlich zu verbessern. Nur dann werden sich mehr junge Menschen für diesen wichtigen und anspruchsvollen Beruf entscheiden. Ohne wirkliche Veränderungen der Rahmenbedingungen werden all unsere Bemühungen scheitern.

Der Arbeitsdruck bei den Gesundheits- und Sozialberufen steigt sowohl in den Krankenhäusern als auch in den Alten- und Pflegeheimen. Einerseits durch Verlagerung von ärztlichen Tätigkeiten an die Pflege, aber es sind auch immer mehr alte Menschen von Demenz betroffen und brauchen dadurch mehr Zuwendung und aktive Einbindung.

All dies ist im Pflegeschlüssel nicht mit eingerechnet. Daher verliert der Job weiter an Attraktivität. Und das ist auch der Grund, warum viele Pflegekräfte nur Teilzeit arbeiten wollen.

Wir müssen den Job attraktiver machen. Nur dann bekommen wir mehr interessierte junge Menschen in diesen Beruf. Dafür müssen wir Geld in die Hand nehmen, das bleibt nicht aus. Es gibt auch keine Alternative, denn ohne mehr Personal ist die derzeitige Situation nur ein leichter Vorgeschmack auf die kommende Krise.

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