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am 14. September

Krankenkassen: Zwangsfusion wird Folgen haben

Ulrike Schwarz - Der Zentralismus wird gut funktionierende Kooperationen hier im Land gefährden und sich massiv auf die Qualität der Gesundheitsversorgung auswirken.

Nothammer

Die von der schwarz-blauen Bundesregierung vorgelegten Pläne zur Krankenkassenfusion sind ein Angriff auf die gute, wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. Es wird ein Zentralismus herrschen, der erstens bestehende, gut funktionierende Kooperationen zwischen ÄrztInnenkammer, Land Oberösterreich und OÖGK hier im Land gefährdet, ja beendet. Dieser Zentralismus wird sich zweitens massiv auf die Kassenverträge zur Versorgung der PatientInnen mit Heilmittel auswirken. Heimische Unternehmen kommen massiv unter Druck und es wird dann kein regionaler Bandagist mehr ans Krankenbett kommen können, um zum Beispiel die richtigen Stützstrümpfe nach einer Hüftoperation anzupassen und die PatientInnen zu beraten.

Umfärbeaktion und Zentralisierung gefährden Wohnortnahe und gute Gesundheitsversorgung

So stehen durch die Zusammenlegung sinnvolle und gut funktionierende Abläufe und Kooperationen vor dem Aus. Etwa der hausärztliche Notdienst in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz (finanziert von Gebietskrankenkasse und Land) zur Entlastung der HausärztInnen. Kooperation war in Oberösterreich bisher extrem wichtig. Die Zusammenarbeit zwischen Gebietskrankenkasse, ÄrztInnenkammer und der Gesundheitspolitik ist eng und erfolgreich. Das ist jetzt akut gefährdet.

Wir haben Kooperationen der kurzen Wege und mit hoher Qualität. Die Zusammenarbeit geht auch auf die regionalen Besonderheiten ein. Eine Megakasse beendet all das. Es wird EU-weite Ausschreibungen geben, die diese Besonderheiten nicht berücksichtigen und auf das Allgemeine statt auf das Besondere setzen. Es wird lange Wege geben, eine Gefährdung der Qualität und zusätzlichen Druck auf Unternehmen in den Regionen.

Statt mit feinem Werkzeug vorzugehen, wird mit dem Holzhammer gearbeitet. Aber so funktioniert keine Reform. So wird diese Zwangsfusion zu einer Gefahr für das Gesundheitssystem.

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