Bezirkegruene.at
Navigation:
am 22. Mai

Krankenkassen: Zwangsfusion ist keine Reform

Ulrike Schwarz - Schwarz-Blau schafft durch mehr Zentralismus eine Mega-Kasse und einen Verwaltungskoloss.

Erste Hilfe.

Diese Zwangsfusion wird noch böse Überraschungen bringen. Schwarz-Blau schafft eine Megakasse und einen Verwaltungskoloss, der Bewährtes entsorgt und ungeahnte Probleme schafft. Es geht hier gar nicht um die durchaus nötigen Reformen. Auch nicht um die gesicherte Gesundheitsversorgung der Menschen. Es geht einen überholten Zentralismus, um reine Machtverschiebung und parteipolitische Einflussnahme.

Dieser Zentralismus hat klarerweise auch negative Folgen für Oberösterreich. So gehen Sondervereinbarungen und die Abstimmung auf regionale Notwendigkeiten verloren: Etwa die Abschaffung der ChefärztInnenpflicht für Medikamente, der hausärztliche Notdienst in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz (finanziert von GKK und Land Oberösterreich) zur Entlastung der HausärztInnen. Kooperation war in Oberösterreich bisher extrem wichtig. Die Zusammenarbeit zwischen Gebietskrankenkasse, ÄrztInnenkammer und der Gesundheitspolitik ist eng und erfolgreich. Das ist jetzt akut gefährdet.

Auch wir sind der Meinung, dass Reformen im Gesundheitsbereich unausweichlich sind. Aber eine sinnvolle Reform muss gemeinsam mit allen Betroffenen erarbeitet werden. Außerdem müssen die Bundesländer  Planungshoheit haben, natürlich so wie bisher abgestimmt auf den bundesweiten Strukturplan mit klaren Zielen für die optimale PatientInnenversorgung.

Statt vorsichtig und mit feiner Klinge vorzugehen, wird mit dem Holzhammer gearbeitet. Aber so funktioniert keine Reform. So wird diese Zwangsfusion zu einer Gefahr für das Gesundheitssystem.

Jetzt spenden!