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am 23. Oktober

Familienbeihilfe: 24 Stunden-Pflege in Gefahr

Ulrike Schwarz - Landeshauptmann Stelzer, wie erklären Sie älteren Menschen in Oberöstereich, dass ihre 24 Stunden-Betreuung nicht mehr da ist?

So kann man das System der 24 Stunden-Pflege nicht aufrecht erhalten, auch bei uns hier in Oberösterreich. Ohne BetreuerInnen aus Osteuropa wird die 24 Stunden-Pflege zusammen brechen. Und das wird geschehen, wenn die schwarz-blaue Bundesregierung diesen BetreuerInnen tatsächlich die Familienbeihilfe kürzt. Sie werden einen Bogen um Österreich und Oberösterreich machen. Dort arbeiten, wo ihnen nichts gekürzt wird - und hier bleiben tausende unbetreute Menschen zurück. Das ist verantwortungslos.

Den aktuellen Zahlen aus dem Sozialministerium zufolge kommen in über 45.000 Betreuungsfällen vier Fünftel der 24 Stunden-Betreuungskräfte aus Rumänien und der Slowakei. Nur 96 Menschen werden von PflegerInnen aus Österreich betreut. Weiters finden sich unter den 88.000 selbstständigen PersonenbetreuerInnen nur 1.580 aus Österreich.

Der Bedarf an 24 Stunden-Betreuung ist auch in Oberösterreich stark gestiegen und wird auch weiterhin stark ansteigen. Natürlich müssen wir verschiedenste Wege finden, auch die 24 Stunden-Pflege personell abzusichern. Aber in der aktuellen Situation, die Mehrheit der TrägerInnen der 24 Stunden-Pflege zu vergraulen und ins Ausland zu vertreiben, ist ein schwerer Fehler. Ein Fehler, der große Probleme für die Betroffenen, für die pflegenden Angehörigen, die noch mehr belastet werden, und große Probleme für das Land bedeutet.

Wir fordern Landeshauptmann Stelzer auf, diesen Umstand seinen schwarz-blauen FreundInnen im Bund nahe zu bringen und auf einen Stopp dieses Plans zu drängen. Er müsste sonst vielen älteren Menschen erklären, warum ihre bisherige Betreuungskraft und Vertrauensperson plötzlich nicht mehr da ist.

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