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am 7. Jänner

Corona: Hohe Impfrate auch Landesverantwortung

Ulrike Schwarz - Die zentralen Aufgaben: Umfassende Aufklärung, Motivation und Impfstrukturen schaffen. HausärztInnen sind hier wichtige PartnerInnen.

Nur mit der Impfung werden wir Corona endgültig niederringen können und dafür brauchen wir auch in Oberösterreich eine höchstmögliche Durchimpfrate. Das ist nicht nur Aufgabe der Bundesregierung, sondern auch der politisch Zuständigen hier im Land, die hier ihre Hausaufgaben machen müssen: Erstens umfassend aufklären, zweitens zur Impfung motivieren und drittens die Verteilung des Impfstoffs in die Regionen vorbereiten und sichern. Nur so kann die Impfung zum entscheidenden Instrument gegen Corona werden.

Dass etwa bei den Tätigen im Gesundheits- und Pflegebereich die Impfbereitschaft noch immer sehr gering ist, erscheint sowohl fragwürdig als auch besorgniserregend. Hier ist offenbar bei der Aufklärungs- und Motivationsarbeit in den Alten- und Pflegeheimen noch viel Luft nach oben. Da die Pflegeeinrichtungen ohnehin am Limit arbeiten, sollten Sanitätsbehörde und Bezirkshauptmannschaften hier schnellstmöglich unterstützend wirken. Denn eine große Impfbereitschaft ist gerade bei dieser Berufsgruppe nicht nur enorm wichtig, sondern hätte auch zentrale Signalwirkung für die Bevölkerung.

Eine wichtige unterstützende Rolle kommt den niedergelassenen ÄrztInnen zu, sowohl bei der Aufklärung als auch bei der Verteilung des Impfstoffes. Da 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause leben, muss gerade für sie eine breite Aufklärungsstrategie starten. Die HausärztInnen zählen zu den zentralen Ansprechpersonen für diese Menschen. Sie sind daher in der unmittelbaren Position, ihre PatientInnen schnellst möglich über die Impfung zu informieren, aufzuklären und auch zu motivieren, diese auch zu erhalten.

Zweifellos muss durch die Landesverantwortlichen die nötige Logistik entwickelt werden, damit verfügbarer Impfstoff die Menschen vor allem in den ländlichen Regionen auch erreicht. Hier können sicher die niedergelassenen ÄrztInnen in den Bezirken in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst und den Rettungsdiensten die jeweils passende Struktur aufbauen. So wären etwa als Ergänzung zu den Impfungen oder Impftagen in den Ordinationen auch kleinere regionale Impfstraßen denkbar.

Die Corona-Impfung ist die größte Chance aber auch eine riesige Herausforderung. Dafür brauchen wir einen gemeinsamen Kraftakt, in dem nicht nur jeder seine Aufgaben erfüllt, sondern für den auch alle zur Verfügung stehenden Strukturen und Institutionen genutzt werden müssen.

Informationen zur Schutzimpfung:

https://www.sozialministerium.at/Corona-Schutzimpfung/Corona-Schutzimpfung---Haeufig-gestellte-Fragen.html

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