Bezirkegruene.at
Navigation:
am 9. Mai

AUVA und Krankenkassen: ÖVP muss endlich umdenken

Ulrike Schwarz - Man kann nicht einfach ein System zerstören, nur weil es im Regierungspakt steht.

Nothammer

Man kann doch nicht die AUVA auflösen und die Krankenkassen zwangsfusionieren, nur weil es so paktiert ist. Man kann doch nicht ein grundsätzlich funktionierendes System zerstören, weil es im Regierungsprogramm steht. Selbst in der ÖVP ist dieser Schritt höchst umstritten wie die Wortmeldung aus Salzburg zeigt. Reformen im Gesundheitssystem sind unausweichlich, aber Auflösungen und Zwangsfusionierungen sind keine Reformen, sondern Gefahren für unser Gesundheitssystem. Höchste Zeit umzudenken.

Eine effektive und nachhaltige Reform muss die gute Versorgung der PatientInnen in den Mittelpunkt stellen. Zuerst muss klar sein wer, was, wo am besten für die Gesundung leisten kann. Zuerst müssen die PartnerInnen von den Kassen bis hin zu ÄrztInnen- und Pflegevertretung und dem Land eingebunden werden. Erst dann kann es einen ausgewogenen Vorschlag geben.

Als eines der dringlichen Ziele muss die regionale Versorgung durch niedergelassene ÄrztInnen gesichert werden. Dafür muss es in den einzelnen Ländern aber unterschiedliche Maßnahmen geben. So hat sich der in Oberösterreich eingeführte "HÄND - Hausärztlicher Notdienst" mit dem Roten Kreuz abends und am Wochenende gut bewährt. Die Einführung war nur möglich, weil Krankenkassen, ÄrztInnenkammer und Land Oberösterreich diesen Dienst gemeinsam erarbeitet haben und finanzieren. Genau diese flexiblen Möglichkeiten müssen auf jeden Fall erhalten bleiben.

Gerade bei der Diskussion um die AUVA zeigt sich, dass der Bund nur ans Einsparen denkt. Die Wirtschaft (vor allem größere Unternehmen) profitieren von der Kürzung der Beiträge und zahlen werden es langfristig die Gemeinden und das Land. Das können wir so nicht hinnehmen. Die ÖPV muss endlich zur Vernunft kommen und darf nicht blindlings das Regierungsabkommen mit der FPÖ umsetzen.

Jetzt spenden!