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am 6. Oktober 2017

Altenbetreuung: Rahmenbedingungen verbessern

Ulrike Schwarz - Tag der Altenbetreuung: Wir müssen die Rahmenbedingungen für das Betreuungspersonal verbessern und die Finanzierung der Betreuung sichern.

Die Bedeutung der Altenbetreuung wird weiter stark steigen. Das zeigt die Bevölkerungsentwicklung. Das heißt, dass wir erstens die unschätzbar wichtige und wertvolle Arbeit der Pflege-und Betreuungskräfte aufwerten, für bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen sorgen müssen. Denn wir müssen noch mehr Menschen für diese aufopfernde Tätigkeit gewinnen. Zweitens müssen wir die Finanzierung sicherstellen. Die Abschaffung des Pflegeregresses ist eine gute Entscheidung, die Gegenfinanzierung aber noch offen. Zum Tag der Altenbetreuung waren wir im Altenheim Rohrbach zu Besuch, um aus erster Hand zu hören, wo die Herausforderungen und Bedürfnisse liegen.

Die Herausforderungen sieht man auch am Beispiel des Bezirks Rohrbach. Alleine hier wird die Zahl der über 80-Jährigen bis 2025 um 27,5 % und die Zahl der Pflegebedürftigen um 22,0% steigen. Vor allem der Anstieg dementer Personen fordert die Betreuungseinrichtungen aber auch die pflegenden Angehörigen und das gesellschaftliche Umfeld. Hier startet der Sozialhilfeverband Rohrbach mit dem sozialmedizinischen Betreuungsring eine breite Information und Schulung zu dem Thema demenzfreundliche Region. 

Wichtiges Thema waren selbstverständlich Verbesserungen für das Pflegepersonal. Die BewohnerInnen werden immer älter und der notwendige Pflege- und Betreuungsaufwand wird immer mehr. Speziell die Betreuung dementer Personen ist eine tägliche Herausforderung. Neben einer entsprechenden Entlohnung braucht es einen aktualisierten höheren Pflegeschlüssel, gerade in den Nachtstunden mehr Personal und attraktive Weiterbildungsangebote wie zum Beispiel zum Umgang mit Demenzerkrankungen.

Die Finanzierung des Pflegesystems muss natürlich gesichert sein. Wir begrüßen den Schritt den Pflegeregress abzuschaffen, aber SPÖ und ÖVP haben es verabsäumt, die Gegenfinanzierung zu klären. Die oberösterreichischen Gemeinden verlieren dadurch mehr als 20 Millionen Euro aus dem Pflegeregress. Um das auszugleichen, fordern wir eine Erbschafts- und Schenkungssteuer auf sehr große Vermögen. Milliardenvermögen und -stiftungen sollten ihren Beitrag zur Sicherung des Pflegesystems leisten.

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