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am 13. August

Was tut OÖ für die heimischen Kickerinnen?

Severin Mayr, Maria Buchmayr - Wir müssen den EM-Erfolg nutzen und Frauenfußball viel stärker unterstützen. Diesen Elfer dürfen wir nicht vergeben.

Unsere Kickerinnen haben bei der EM Großartiges geleistet und das ganze Land begeistert. Das darf kein einmaliger Hype bleiben, sondern muss Initialzündung und Turbo für den Frauenfußball sein. Der Ball liegt am Elferpunkt und wir müssen die Chance nutzen. Frauenfussball muss noch mehr Zulauf finden, noch stärker verankert und noch stärker und wirksamer unterstützt werden – vor allem auch durch die Politik. Wir wollen wissen, was die Verantwortlichen in Oberösterreich derzeit für den Frauenfußball tun und in Zukunft zu tun gedenken. Daher haben wir  eine entsprechende Anfrage an Sportlandesrat Strugl eingebracht.

Uns interessiert besonders, welche Förderungsmöglichkeiten es gibt und wie stark sie aktuell genutzt werden, wie vermehrt Mädchen für den Fußball begeistert, die Rahmenbedingungen gerade für die Talenteförderung und die finanzielle Lage der Vereine verbessert und auch die öffentliche Wahrnehmung des Frauenfußballs erhöht werden kann.

Derzeigt gibt es bei den Strukturen für den Frauenfußball trotz des großartigen EM-Erfolgs viel Luft nach oben. ExpertInnen sind sich etwa einig, dass es für eine langfristige Erfolgsgeschichte eine Basis an vielen jungen Fußballerinnen braucht. Obwohl Dänemark weniger EinwohnerInnen hat als Österreich, sind dort etwa dreimal so viele Fußballerinnen registriert wie hierzulande. In Österreich arbeiten viele Vereine praktisch ohne Budget, können sich weite Spielanreisen kaum leisten und auch die öffentliche Wahrnehmbarkeit von Frauenfußball ist mehr als ausbaufähig.

Es ist ein Gesamtpaket, das wir schnüren müssen. Die Vereine leisten wertvolle und hochengagierte Arbeit, stoßen aber an ihre Grenzen. Die Politik muss jetzt nachziehen. Sie muss nachhaltige Strukturen ermöglichen bzw. absichern, um Frauenfußball sowohl als Breiten- als auch als Spitzensport zu stärken. Der Erfolg des Frauennationalteams darf nicht folgenlos bleiben, diesen Elfer dürfen wir nicht vergeben.

Wir freuen uns jedenfalls über die jüngsten Erfolge und hoffen auf weitere positive Entwicklungen: Frauenfußball hat durch die die tolle Leistung der österreichischen Fußballerinnen nun endlich breite Aufmerksamkeit erhalten. Darauf gilt es aufzubauen, Gleichstellung und Gleichbehandlung müssen jetzt auch in der Sportförderung ankommen.

Severin Mayr
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