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am 14. Februar

ÖVP gegen Gerechtigkeit bei Pensionen

Maria Buchmayr - Die ÖVP stimmt gegen unseren Antrag auf automatisches Pensionssplitting. Dabei ist ihre eigene Frauenministerin dafür.

Das ist eine herbe Enttäuschung und eine falsche Entscheidung der ÖVP zum Nachteil vieler Frauen. Ein Pensionssplitting wäre überfällig, um endlich für Gerechtigkeit bei den Pensionen zu sorgen. Die ÖVP verweigert diese Gerechtigkeit und hat unseren Antrag auf ein automatisches Pensionssplitting abgelehnt. Sie stellt sich damit sogar gegen die eigene Frauenministerin Bogner-Strauß, die sich für ein automatisches Pensionssplitting mit einer opt-out Möglichkeit ausgesprochen hatte. Das macht das Ganze noch unverständlicher.

Dabei wäre es längst Zeit für echte Wahlfreiheit für Eltern. Ohne Pensions-Nachteile sollten sie sich frei entscheiden können, wie sie sich die Kinderbetreuung aufteilen beziehungsweise organisieren wollen. Diese Nachteile sind aktuell Realität: Frauen bekommen um 43 Prozent weniger Pensionsbezug als Männer. Im Bundesschnitt ist ihr Jahrespensionsbezug rein rechnerisch bereits am 27. Juli aufgebraucht. In Oberösterreich sogar bereits am 8. Juli.

Wir wollten das ändern, aber die ÖVP zieht nicht mit. Sie akzeptiert es offenbar, dass Frauen die Kinderbetreuung schultern, dafür Teilzeit arbeiten und als Dank dann solche Nachteile bei der Altersversorgung haben.

Seit 2005 gibt es zwar das Pensionssplitting auf Antrag, davon machen Eltern aber nur selten Gebrauch. Daher brauchen wir ein automatisches Pensionssplitting, um die bestehende Ungerechtigkeit zu beseitigen. Wir werden dieses wichtige frauenpolitische Anliegen auch weiterhin mit aller Kraft verfolgen.

Älteres Paar
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