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am 14. Dezember 2017

Sexdienst­lei­stun­gen: Sicherheit für Frauen

Maria Buchmayr - Die Novelle des Sexualdienstleistungsgesetzes bringt Verbesserungen für die Sicherheit der SexualdienstleisterInnen.

Diese Novelle bringt auf jeden Fall weitere Verbesserungen. Zum einen tragen BordellbetreiberInnen künftig mehr Verantwortung. Zum anderen können Bordellbetriebe nun leichter in einer belebten und öffentlich gut erreichbaren Gegend angesiedelt werden, wenn die entsprechenden Kriterien erfüllt sind. Gemeinsam mit den anderen Änderungen unterstützt das die Sicherheit der Arbeitsbedingungen der SexualdienstleisterInnen.

So wurden die Verantwortung der wirtschaftlichen NutznießerInnen eines Bordellbetriebs erhöht und die auf SexualdienstleisterInnen abwälzbaren Verantwortungsbereiche eingeschränkt. Zudem kann ein Bordell auch innerhalb der 150m-Abstandsregelung einfacher genehmigt werden, wenn zwischen diesem und einem Schutzobjekt keine Sichtverbindung und kein direkter Verbindungsweg besteht wie zum Beispiel durch ein dazwischenliegendes Hochhaus, eine Bahntrasse, eine Einfriedungsmauer oder eine Autobahn.

Der politische Querschuss der ÖVP beim Thema Abstandsregelung ist für uns unverständlich: Es wird nicht mehr Bordelle geben. Diese Befürchtung der ÖVP ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr würde die ÖVP-Position Bordelle in unsichere Randgegenden abdrängen und zudem den illegalen Straßenstrich fördern.

Das 2012 mit deutlicher grüner Handschrift beschlosse Sexualdienstleistungsgesetz war bereits ein Meilenstein zum Schutz der von Prostitution betroffenen Frauen. Diese Novelle ist nun ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Prostitution ist ein sehr sensibles Thema und darf keinesfalls für politische Scharmützel missbraucht werden. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass Beschlüsse in diesem Bereich gemeinsam getragen werden.

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