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am 27. Juli 2017

Pensionslücke mit Pensionsreform schließen

Maria Buchmayr - Die Anrechnung bei den Kindererziehungszeiten muss geändert werden. Jede Geburt muss volle vier Jahre auf die Pensionszeiten angerechnet werden.

Kinderbetreuung - faire Pension

Wir fordern schon lange eine Pensionsreform. Der heutige Equal Pensions Day zeigt erneut, wie überfällig sie ist. Wir brauchen dabei unbedingt eine Änderung der Anrechnungszeiten für Kindererziehung. Jede einzelne Geburt muss volle vier Jahre auf die Pensionszeiten angerechnet werden. Nur so schaffen wir es, dass Familienarbeit und speziell Kindererziehung im Alter nicht zum finanziellen Absturz führen.

Konkret verfügen Männer ab heute bereits über jenes Pensionseinkommen, das Frauen erst mit Ende des Jahres bekommen werden. Frauen erhalten im Schnitt eine Pension von 982 Euro brutto im Monat - das ist damit deutlich unter Grenze der Armutsgefährdung von 1.185 Euro im Monat. Somit ist klar, dass Frauen besonders oft von Altersarmut betroffen sind. So sind es nach wie vor Frauen, die nach einer Geburt gänzlich zu Hause bleiben und meist bis zum Schuleintritt, oft auch darüber hinaus, teilzeitbeschäftigt bleiben, um auch genügend Zeit mit den Kindern verbringen zu können. Seit das Pensionssystem auf die volle Durchrechnung von 40 Jahren umgestellt wurde, wirkt sich eine längere Teilzeitbeschäftigung negativ auf die Höhe der Pension aus.

Darüber hinaus werden pro Kind derzeit zwar vier Jahre als Kinderbetreuungszeiten angerechnet, allerdings enden diese vorzeitig bei einer neuerlichen Geburt und werden dadurch verkürzt. Das wollen wir ändern, und setzen uns dafür ein, dass für jede Geburt - unabhängig vom Zeitpunkt - volle vier Jahre auf die Pensionszeiten angerechnet werden. Zudem sollten wir überlegen, ob nicht die Bewertung der Erziehungszeiten erhöht gehören - diese Bewertung liegt derzeit bei 1.735 Euro.

Frauen tragen die Hauptlast der Kindererziehung und werden dafür im Alter finanziell bestraft. Das ist pure Ungerechtigkeit, die wir nicht länger hinnehmen dürfen.

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