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am 31. January

Gewaltprävention: Instrumente statt Ideologie

Maria Buchmayr - Die Frauenmorde mit einer Wertedebatte und Heimatschutz zu vermengen ist eine höchst befremdliche Vorgangsweise der FPÖ.

Die Gewaltserie an Frauen ist tragisch und erschütternd. Gewalt gegen Frauen ist mit der ganzen Härte des Gesetzes zu sanktionieren. Gewaltschutz und Gewaltprävention müssen endlich ausgebaut werden. Diese grauenhaften Verbrechen aber als Anlass zu nehmen, um in einer aktuellen Stunde über Wert und Heimatschutz zu diskutieren, ist mehr als fragwürdig. Ausgerechnet von der FPÖ, die dafür verantwortlich ist, dass Förderungen für Gewaltschutzzentren und Frauenvereine im vergangenen Jahr gekürzt und die Präventionsarbeit geschwächt worden sind.

Statt Stimmungsmache ist Problemlösung gefragt. Um Verbrechen gegen Frauen zu vermeiden, muss die Präventionsarbeit gestärkt werden. Dies bedeutet Schutz und Beratung für Frauen auszubauen aber auch die Täterarbeit. Das sind zentrale Punkte, die wir in den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen eingebracht haben. Konkret heißt das

  • massiver Ausbau der Täterarbeit durch psychotherapeutische Interventionen möglichst zeitnahe zur Gewalttat
  • verbesserter Zugang zu den Beratungsstellen und Unterstützungsangeboten
  • regelmäßige behördenübergreifende Zusammenarbeit
  • Verbesserungen bei der Kriminalstatistik, indem der geschlechtsspezifische Charakter von Gewalt sichtbarer gemacht wird, um die Aussagekraft zu erhöhen

Wir haben es bei dieser furchtbaren Gewalt gegen Frauen mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun. Es betrifft Frauen unabhängig von Herkunft, sozialer Schicht, Kultur oder Bildungsstand. Setzen wir dagegen die richtigen und wirksamen Instrumente ein.

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