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am 4. January

Gerechtigkeit: Automatisches Pensionssplittung

Maria Buchmayr - Akzeptieren wir nicht länger, dass Frauen fast die Hälfte weniger Pension als Männer bekommen. Mit automatischem Pensionssplitting wird Gerechtigkeit geschaffen. Nach Haberlanders Aussage erwarten wir endlich die Zustimmung der ÖVP zu unserem Antrag.

Gerechtigkeit bei den Pensionen ist überfällig. Daher brauchen wir endlich das automatische Pensionssplitting. Wir können doch nicht länger akzeptieren, dass Frauen fast die Hälfte weniger Pension als Männer bekommen. Sie schultern die Kinderbetreuung, arbeiten dafür Teilzeit und haben als Dank dann auch noch solche Nachteile bei der Altersversorgung. So kann es nicht weitergehen. Nachdem auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Haberlander offensichtlich diese Ansicht teilt, erwarten wir im kommenden Ausschuss eine Zustimmung der ÖVP zu unserem Antrag.

Unser Antrag wurde bisher bereits zweimal im Ausschuss behandelt und zwei Mal zurückgestellt. Mit der Aussage von Landesrätin Haberlander sollten die Weichen gestellt sein, dass die ÖVP OÖ unserem Antrag nun zustimmen wird. Sie hatte die Aussagen von VP-Frauenministerin Bogner-Strauß begrüßt, die sich für ein automatisches Pensionssplitting mit einer opt-out Möglichkeit ausgesprochen hatte.

Es ist längst Zeit für echte Wahlfreiheit für die Eltern. Ohne Pensionsnachteile sollen sie sich frei entscheiden können, wie sie sich die Kinderbetreuung aufteilen bzw. organisieren. Aktuell gibt es folgende Nachteile: Frauen bekommen um 43 Prozent weniger Pensionsbezug als Männer. Im Vergleich ist ihr Jahrespensionsbezug rein rechnerisch bereits am 27. Juli aufgebraucht. In Oberösterreich ist die Situation sogar noch trister als im österreichischen Durchschnitt, hier waren die statistischen Frauenpensionen sogar bereits am 8. Juli ausgeschöpft.

Seit 2005 gibt es zwar das Pensionssplitting auf Antrag, davon machen Eltern aber nur selten Gebrauch. Daher brauchen wir ein automatisches Pensionssplitting, um die bestehende Ungerechtigkeit zu beseitigen. Eine finanzielle Absicherung des überwiegend in der Kindererziehung tätigen Elternteiles wäre ein großer und wichtiger Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit im österreichischen Pensionssystem.

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