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am 9. Oktober

Frauenvolksbegehren: Forderungen am Tisch

Maria Buchmayr - Das Frauenvolksbegehren ist ein Erfolg. Allein in Oberösterreich haben 76.131 BürgerInnen für die Anliegen der Frauen unterschrieben.

Frauenvolksbegehren. Danke für 481.901 Unterschriften

Das Frauenvolksbegehren ist ein Erfolg, ein deutliches Zeichen und eine starke Willensbekundung. Alleine in Oberösterreich haben 76.131 BürgerInnen unterschrieben. Das sind 76.131 aktive Unterschriften für die Anliegen der Frauen, für eine wirkliche Gleichstellung und eine Behebung der Schieflagen in vielen Bereichen. Es sind 76.131 Unterschriften, die die Politik selbstverständlich ernst nehmen muss, sowohl im Bund als auch hier in Oberösterreich.

Denn auch hier in Oberösterreich gibt es einerseits noch immer großen Aufholbedarf bei der Gleichstellung und deutliche Schieflagen und andererseits auch bedenkliche aktuelle Entwicklungen, denen wir entgegentreten müssen. Diese 76.131 Unterschriften sind eine klare Aufforderung zu handeln und sie untermauern auch unsere Forderungen an die politisch Verantwortlichen.

So ist dringendst:  

  • die Einkommensschere zu schließen – diese ist in Oberösterreich nach wie vor weit offen. Frauen verdienen in Oberösterreich um 24,2 Prozent weniger als Männer, nur in Vorarlberg ist der Unterschied noch größer. In Oberösterreich fällt der Equal Pay Day 2018 auf den 4. Oktober, was bedeutet, dass Frauen 89 Tage praktisch "unbezahlt" arbeiten.
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Familien zu erleichtern. Dafür muss die Kinderbetreuung ausgebaut und nicht wie aktuell durch die Nachmittagsgebühr in den Kindergärten abgebaut werden. Wenn in jeder 5. Gemeinde in Oberösterreich nun gar keine Nachmittagsbetreuung mehr angeboten wird, ist das eine zusätzliche Belastung, die schnellstens behoben werden muss.
  • die Männerkarenz zu fördern und zu verstärken. Der Trend verläuft gegenteilig. Männer gehen immer seltener in Karenz. 2017 waren es österreichweit mit 4773 um 11,3 Prozent weniger als Vorjahr. Seit 2010 betrug das Minus 28,9 Prozent. Männer haben Angst um Job und Karrierechancen Es fehlt nach wie vor an der Akzeptanz in vielen Unternehmen.
  • die Unterstützung für Frauenvereine zu sichern. Es kann nicht sein, dass jenen, die für Frauen da sind, von Schwarz-Blau das Geld gestrichen wird. Jenen engagierten Vereinen, die täglich für die Anliegen der Frauen kämpfen, sie beraten, unterstützen und in Notlagen helfen.

Wenn die verantwortliche Frauenlandesrätin Haberlander und die verantwortliche Frauenministerin Bogner-Strauß diese 76.131 Unterschriften in Oberösterreich ernst nehmen, müssen sie auf die Forderungen eingehen. Dann müssen sie sich dieser Punkte annehmen und den Anliegen der Frauen nachkommen. Diese 76.131 Unterschriften dürfen nicht einfach Teil der Statistik werden. Sie sind eine Aufforderung zu handeln und die Forderungen in Taten umzusetzen.

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