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am 8. Jänner

Frauenberatung: Initiative gegen Förderstopp

Maria Buchmayr - Der willkürliche schwarz-blaue Förderstopp für drei OÖ. Frauenberatungszentren ist keine Sparmaßnahme, sondern ein Affront gegen gelebte Frauenpolitik. Die Beratungsstellen FIFTITU, maiz und Arge setzen sich seit vielen Jahren für von Armut und Ausgrenzung betroffene Frauen in OÖ ein.

Frau diskriminiert Graffiti

Kurz vor Weihnachten wurden die drei oberösterreichischen Frauenberatungszentren FIFITU, maiz und Arge SIE vom Frauenreferat des Landes Oberösterreich informiert, dass deren jährliche Förderung mit Ende des Jahres 2017 zu 100% eingestellt wird. Die Tätigkeit der Vereine gehöre nach den "neuen Förderkriterien" nicht mehr zum Kerngeschäft des Frauenreferats.

Wir fordern Frauenlandesrätin Haberlander auf, im Interesse aller Frauen den Förderstopp für diese drei wichtigen Beratungsstellen sofort zurückzunehmen. Dazu werden wir noch im Jänner im Landtag eine Initiative setzen. Was genau sollen diese neuen Förderkriterien sein? Alle drei Vereine leisten seit Jahren einen unverzichtbaren gesellschaftspolitischen Beitrag. Sie setzen sich für alle von Armut und Ausgrenzung betroffene oder bedrohte Frauen ein. Sie bieten umfassende Beratung oder Weiterbildung in schwierigen Lebenslagen. Das ist es, was diese Frauenvereine leisten, das ist das "Kerngeschäft", und das ist das, was wir frauen- und gesellschaftspolitisch fördern wollen und fördern müssen.

Uns muss klar sein: Es kann uns allen passieren, dass wir plötzlich aus unterschiedlichsten Gründen unser Zuhause, die Wohnung oder den Arbeitsplatz verlieren. Das Frauenreferat weiß genau, wie wertvoll diese Arbeit und Hilfestellung für viele Frauen ist. Diesen Vereinen jetzt über Nacht alle Mittel zu streichen, sie in ihrer Existenz zu bedrohen, ist einfach verantwortungslos. Leidtragende sind dabei nicht nur zahlreiche MitarbeiterInnen, sondern alle Frauen, die sich irgendwann einmal in einer schwierigen Lebenslage befinden.

Hier kommt einmal mehr die schwarz-blaue Retro-Politik in Reinkultur zum Vorschein: Schwarz-Blau macht das Land sozial immer kälter. Es die Schwächeren in der Gesellschaft, die von Schwarz-Blau noch weiter an den Rand gedrängt werden. Es ist längst an der Zeit, aufzustehen und die Stimme gegen diese Ausgrenzungspolitik zu erheben.

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