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am 25. September

Einfordern was Frauen vorenthalten wird

Maria Buchmayr - Die Schieflage ist nach wie vor unübersehbar; auch in Oberösterreich – Rückbau der Kinderbetreuung, große Einkommensschere, Rückgang der Väterkarenz, Förderstopp für Frauenvereine.

Frauenvolksbegehren. 1.-8. Oktober 2018

Unsere Aufforderung ist klar: Gehen wir hin und unterschreiben wir das Frauenvolksbegehren. Fordern wir mit unserer Unterschrift das ein, was Frauen noch immer vorenthalten wird. Präsentieren wir den politisch Verantwortlichen ein Ergebnis, am dem sie nicht vorbei können, das sie nicht ignorieren können.

Einiges wurde bei der Gleichstellung der Frauen bereits erreicht, aber noch viel mehr ist unerledigt und muss sich deutlich bessern. Es gibt noch immer eine Schieflage im Land, und es gibt auch aktuelle Entwicklungen, denen wir entgegentreten müssen, auch hier in Oberösterreich. Die Eintragungsfrist zur Unterzeichnung des Frauenvolksbegehrens startet am 1. Oktober und endet am 8.Oktober 2018.

  • Es sind noch immer vor allem die Frauen, die Job und Familie vereinbaren müssen. Das wird ihnen immer schwerer statt leichter gemacht. Die Nachmittagsgebühr in den Kindergärten bedeutet einen Rückbau der Kinderbetreuung, in jeder 5. Gemeinde in Oberösterreich wird gar keine Nachmittagsbetreuung mehr angeboten. Einerseits wird mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit verlangt und gleichzeitig die Betreuungsmöglichkeiten zurückgefahren.
  • Die Einkommensschere ist in Oberösterreich nach wie vor augenscheinlich. Frauen verdienen in Oberösterreich um 24,2 Prozent weniger als Männer, nur in Vorarlberg ist der Unterschied noch größer. In Oberösterreich fällt der Equal Pay Day 2018 auf den 4. Oktober, was bedeutet, dass Frauen 89 Tage praktisch "unbezahlt".
  • Das traditionelle Rollenbild bei der Kindererziehung scheint sich wieder zu verfestigen. Männer gehen immer seltener in Karenz. 2017 waren es österreichweit mit 4.773 Männer um 11, 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit 2010 betrug das Minus 28,9 Prozent. Männer haben Angst um Job und Karrierechancen Es fehlt nach wie vor an der Akzeptanz in vielen Unternehmen.
  • Jenen die für Frauen da sind, wird das Geld gestrichen. Schwarz-Blau kippt die Förderung von Frauenvereinen. Jene engagierten Vereine, die täglich für die Anliegen der Frauen kämpfen, sie beraten, unterstützen und in Notlagen helfen.

Genau das ist diese Schieflage. Frauen merken das, wenn sie den Lohnzettel in der Hand haben, durch den Tag hetzen, um Job und Familie unter einen Hut bringen, weil es an einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung fehlt. Wenn sie in einer Notlage sind, und die Ansprechstelle fehlt.

Machen wir der Politik gemeinsam klar: Gleichstellung ist in einer modernen Gesellschaft keine Gnade, sondern Selbstverständlichkeit und Normalität. Darum gehen wir hin und unterschreiben das Frauenvolksbegehren.
Wir Unterstützen dieses Volksbegehren und werben um jede Unterschrift.

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