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am 24. Oktober 2017

"Strafsteuer" für berufstätige Mütter

Maria Buchmayr - Schwarz-Blau führt mit dem Sparpaket eine Kostenpflicht für die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten ein. Ein herber Rückschlag für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das schwarz-blaue Zusammenstreichen wird deutlich spürbar sein. Es wird das Land bremsen und viele Menschen, vor allem Frauen belasten. Denn wenn künftig für die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten zu bezahlen ist, ist das schlicht eine Strafsteuer für berufstätige Mütter und damit auch ein herber Rückschlag für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Alle Welt ist dabei in die Kinderbetreuung zu investieren, Schwarz-Blau macht genau das Gegenteil. So macht man das Land definitiv nicht zukunftsfit.

Großspurige Bekenntnisse zu Stärkung und Gleichstellung der Frauen werden durch solche Maßnahmen null und nichtig. Kinderbetreuung ist der Schlüssel, um Job und Familie vereinbaren zu können. Das ist nicht wegzuleugnen. Speziell die Nachmittagsbetreuung ist für viele Frauen Voraussetzung, um einen Vollzeitjob ausüben zu können. Nun haben sie Wahl, entweder finanzielle Einbußen hinzunehmen oder sich erst wieder auf einen Teilzeitjob zu beschränken. Das ist ein heftiger Rückschritt.

ÖVP und FPÖ zeigen im Paarlauf einmal mehr ihr wahres Gesicht in der Frauen- und Familienpolitik. Statt in die Kinderbetreuung zu investieren, werden auch hier neue Hürden aufgestellt und den Frauen Zukunftschancen genommen. Gerade in Oberösterreich ist die Einkommensschere mit 26,1 Prozent besonders groß. Wir müssten daher mehr Frauen in Vollzeitjobs bringen. Die Kinderbetreuung wieder kostenpflichtig zu machen, ist dafür das falsche Rezept und eigentlich blanker Hohn.

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