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am 16. November

Familien wollen finanzielle Hilfe & Betreuung

Stefan Kaineder - Herr Familienlandesrat Haimbuchner, warum lassen Sie die Familien im Regen stehen? Die Familienumfrage zeigt, dass sich die Familien bessere Kinderbetreuung und finanzielle Hilfe wünschen. Bekommen haben sie stattdessen eine Strafsteuer.

Mutter mit Kinderwagen

Schwarz-Blau hat es jetzt Schwarz auf Weiß: Die Familien wollen vom Land bessere Unterstützung bei der Kinderbetreuung, den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das steht ganz oben auf der Wunschliste, wie die Familienumfrage von LR Haimbuchner zeigt. Schwarz-Blau pfeift darauf, macht das Gegenteil, belastet die Familien und fährt die Kinderbetreuung zurück. Familienlandesrat Haimbuchner nimmt offenbar seine eigene Umfrage nicht ernst, trägt die Belastungen mit und lässt die Familien bei ihren Anliegen im Regen stehen.

Weitere Eckpunkte: 92 Prozent wünschen sich weniger Steuern für Familien, 83 Prozent sehen Kinder heutzutage als teuer, nur 42 Prozent meinen, dass Eltern ihre Arbeitszeit den familiären Bedürfnissen anpassen können.  

Schwarz-Blau regiert mit ihrer Strafsteuer komplett an den zentralen Problemen und Anliegen der Familien vorbei. Die Koalition schafft den Gratiskindergarten ab, kassiert bei den Eltern für die Nachmittagsbetreuung und erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der empörte Aufschrei und der massive Protest vieler Eltern sind absolut verständlich, denn es geht hier teilweise um Existenzen. Wir nehmen daher Familienlandesrat Haimbuchner in die Verantwortung: Er steckt den Kopf in den Sand. Er betreibt dieses Abkassieren und Abtragen der Kinderbetreuung. Gleichzeitig präsentiert er eine Studie, die zeigt wie wichtig Kinderbetreuung für die Eltern ist und bejubelt die Beliebtheit der Familiencard und der Gratisskikarte.

Familienbefragungen der letzten Jahre ergeben fast identes Bild 

​In der Elternbefragung 2013 betreffen die meisten Anliegen der Eltern das Thema Kinderbetreuung. Der dringendste Wunsch ist eine bessere finanzielle Unterstützung durch Land oder Gemeinde. 80 Prozent der befragten Eltern empfinden Kinder als bedeutenden Kostenfaktor, für 40 Prozent ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Problem. Fast deckungsgleich die Familien-Wertestudie aus dem Jahr 2014: Am häufigsten haben Familien mit Kindern mit finanziellen Problemen zu kämpfen und die größte Herausforderung sind der Arbeitsplatz bzw. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Es bleibt Tatsache. Die kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung ist eine Strafsteuer für berufstätige Eltern, ein enormer Rückschlag für die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung und ein schweres Foul an den Familien. Sie wird 10.000-15.000 Jungfamilien voll treffen, diese wohl im Schnitt 1.000 Euro im Jahr kosten, um die Einsparzielsumme von 13 Millionen Euro zu erreichen. Diese Strafsteuer wird viele einkommensschwache Familien hart belasten und deren Situation weiter verschärfen.


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