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am 3. Jänner

EU: Öko-Landbau muss Leitbild werden

Stefan Kaineder - Die derzeitigen Pläne der EU-Kommission bieten keine Weichenstellung für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Landes-ÖVP ist aufgerufen, unseren Antrag zu unterstützen und einer Obergrenze bei Flächenförderungen zuzustimmen.

Landschaft mit Bauernhof in Kleinzell

Es wird nach 2020 eine gemeinsame Agrarpolitik der EU geben, das ist gut. Aber die aktuellen Pläne der EU-Kommission sind es nicht, sie gehen in eine falsche Richtung. Sie bieten keine Weichenstellung für eine nachhaltige Landwirtschaft, zu wenig Anreize, für Umwelt-, Klima- und Tierschutz, sondern bringen sogar weniger Geld für die ländliche Entwicklung. Hier muss es klare Änderungen geben. Der ökologische Landbau muss gestärkt und zum Leitbild der europäischen Agrarpolitik werden. Von der Bundesregierung fordern wir, dass sie sich in den Verhandlungen auf EU-Ebene dafür einsetzt. Von der Landes-ÖVP fordern wir, dass sie Farbe bekennt und unseren Antrag unterstützt.

Unsere Kritikpunkte am aktuellen Vorschlag:

  • Es fehlen die nötigen Anreize für die BäuerInnen, Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu verstärken.
  • Durch die gekürzten Mittel für die ländliche Entwicklung gibt es weniger Geld für Agrarumweltmaßnahmen und benachteiligte Gebiete.
  • Die Umweltziele sind ineffizient, landwirtschaftliche Intensivierung, Umweltzerstörung und Bodenverbrauch werden nicht aufgehalten, geschweige denn umgekehrt.
  • Es gibt eine auffallende Ungleichheit unter BeihilfeempfängerInnen. 32% der Zahlungen gehen an 1,5% der Betriebe. Kleine und mittlere landwirtschaftlichen Betriebe werden damit immer weniger, der Trend zu Großbetrieben wird verstärkt.

Die richtige Antwort darauf kann nur der ökologische Landbau sein. Nur dieser bringt Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Nur er ist das Gegengewicht zu Flächenverbrauch und Umweltzerstörung. Daher sollte er mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, er sollte der Premiumstand für Förderungen sein. Wir nehmen bei den anstehenden Debatten auch die Landes-ÖVP in die Pflicht. Die ÖVP Oberösterreich muss sich endlich klar bekennen, ob sie einer Obergrenze bei Flächenförderungen zu stimmt. Wir brauchen eine Ökologisierung der Landwirtschaft, davon würde auch die oberösterreichische Landwirtschaft stark profitieren.

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