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am 1. Juli

Weichenstellung: Das Spitzenteam für die NRW

Die Redaktion - Unser Spitzenteam für die Nationalratswahl 2019 stellt sich vor. Bei dieser Listenwahl ist erstmals unser neuer Wahlmodus zum Einsatz gekommen.

In der hochmotivierten Atmosphäre der Landesversammlung wurden die Listenplätze für die Nationalratswahl 2019 gewählt. Bei dieser Listenwahl ist erstmals unser neuer Wahlmodus angewendet worden.

Stefan Kaineder - Platz 1 und Spitzenkandidat

Der Landessprecher und stellvertretende Bundessprecher LAbg. Stefan Kaineder war der einzige Bewerber für die Position des Spitzenkandidaten. Bei der Wahl des Spitzenkandidaten gab es laut neuem Wahlmodus erstmals die Mögliichkeit der Briefwahl für nicht persönlich anwesende Mitglieder.

Kaineder hatte seine Bewerbung für die Spitzenkandidatur bereits vor zwei Wochen bekannt gegeben: Für uns öffnet sich jetzt die Riesenchance auf einen parlamentarischen Neustart. Die Chance wollen und werden wir wahrnehmen. Als stellvertretender Bundessprecher hat er gemeinsam mit Werner Kogler schon bisher intensiv an der Neuaufstellung der Bundespartei gearbeitet. Dass er nun auch mit seiner Spitzenkandidatur hier Verantwortung übernehmt ist nur logisch und war auch der Wunsch von Werner Kogler. Auch die neu gefestigte und positive Entwicklung de Landespartei bestärkt ihn in diesem Weg.

Der personelle Umbau bei uns in Oberösterreich ist erfolgreich abgeschlossen. Wir haben ein verjüngtes und starkes Kernteam, einen neuen hochmotivierten Landesvorstand und mit Ursula Roschger eine erfahrene Parteimanagerin. Derart gut aufgestellt werden wir uns mit voller Energie im Wahlkampf einbringen. Seine politische Aufmerksamkeit gilt auch nicht nur Bundesthemen, sondern wird auch stark auf Oberösterreich gerichtet sein. Denn auch hier will er als Landessprecher die Öffnung und inhaltliche Weiterentwicklung weitervorantreiben.

Er dankt für das Verständnis der Grünen Bewegung hier in Oberösterreich für seinen Schritt. Und er bedankt sich selbstverständlich für die breite Zustimmung für seine Spitzenkandidatur. Sein voller Einsatz steht außer Zweifel und er wird sein Menschenmögliches dazu beitragen, die Grünen zu einem Wahlerfolg und zum Wiedereinzug in den Nationalrat zu führen. Das wird er gemeinsam mit einem exzellenten KandidatInnen-Team tun. Mit starken, höchst kompetenten Persönlichkeiten und Grünen FreundInnen, denen er zur ihrer Wahl herzlich gratuliert. JedeR der KandidatInnen bringt große Fähigkeiten und enormes Wissen mit. Er ist  auf eine absolute Klimaexpertin, einen trotz seiner Jugend erfahrenen Bundesrat, der Türkis-Blau in den vergangenen Jahren zum Schwitzen gebracht hat und eine ausgewiesene Menschenrechtsexpertin stolz. Sie versprechen sich die Füße wund zu laufen, Klinken zu putzen, zuzuhören und zu diskutieren – mit höchstem Einsatz und größter Begeisterung.

Die Plätze 2 bis 4 – von der Kandidatur bis zur Entscheidung

Die weiteren Plätze wurden erstmals aufbauend auf den Nominierungen des neu eingeführten Wahlkonvents, der am 22.06.2019 abgehalten wurde, gewählt. Im Wahlkonvent stellten sich die BewerberInnen für die Plätze einem Hearing. Das Ergebnis des Wahlkonvents waren zwei KandidatInnen-Pools für die Listenplätze 2 bis 4 sowie für die Plätze 5 bis 10.

Bei der Landesversammlung wurden in mehreren Wahlgängen Platz für Platz die Reihung innerhalb der beiden Pools und damit die Landesliste gewählt. Die Listenplätze 2 bis 10 konnten von den anwesenden Mitgliedern gewählt werden. Auch im neuen Wahlmodus wird selbstverständlich auf die Einhaltung der Parität und die regionale Ausgewogenheit geachtet.

Der neue Wahlmodus hat sich auf jeden Fall bewährt. Der breit aufgestellte Wahlkonvent ist sehr gut angenommen worden. Wir haben damit ein geeignetes und allgemein akzeptiertes Instrument zur KandidatInnenfindung entwickelt, bei dem wesentliche Kriterien und Kompetenzen hervorgehoben werden.

Die Plätze 2 bis 4 – die KandidatInnen

Leonore Gewessler - Listenplatz 2

Persönlich:
geboren 1977, verheiratet, Studium Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Internationale Entwicklung an der Universität Wien.

Beruflich:
2008 bis 2014: Direktorin der Green European Foundation, Brüssel
2014 bis 2019: Politische Geschäftsführerin von GLOBAL 2000, Vorstand von Friends of the Earth Europe

Politisch:
2019: Kandidatur für die Grünen für die NRW 2019

Gewessler: "Ich habe mich entschlossen, mein Klimaschutz-Engagement auf die politische Bühne zu heben. Die Grünen sehe ich dafür klar als richtige politische Gemeinschaft. Denn es sind die Grünen, die als einzige politische Kraft konsequent für einen wirkungsvollen und effizienten Klimaschutz eintreten. Weil sie die Partei sind, die umweltpolitischen Worten auch Taten folgen hat lassen. Ich trete an, um mit den Grünen gemeinsam mutige Klima-Politik zu machen. Eine engagierte, ökologische undsozial gerechte Politik. Dazu will ich meinen Beitrag leisten."

Gewessler: "Ich hatte in den letzten Jahren die Gelegenheit mit GLOBAL 2000 eine der engagiertesten und mutigsten Umweltschutzorganisationen Österreichs zu leiten. In dieser Funktion habe ich die Klima- und Umweltpolitik in Österreich aus nächster Nähe verfolgt. Damit leider auch den Stillstand, die immer mutloseren Pläne und das Fehlen von konkreten Maßnahmen der verantwortlichen Politik. Die nächsten 10 Jahre sind für den Klimaschutz politisch ausschlaggebend und auch in Österreich stehen parlamentarische Weichenstellungen an. Beim Kampf gegen Klimaschutz-Dumping über Handelsverträge wie Mercosur oder beim Einsatz für ein umfassendes Gesetz zum Ausbau erneuerbarer Energie, trete ich an, um Mensch und Umwelt ins Zentrum von Politik zu stellen. Ich möchte das Gemeinsam mit den Grünen tun, aber auch gemeinsam mit all den unzähligen engagierten Menschen in Österreich, die selbst gegen den drohenden Klimakollaps handeln und auch ein Handeln von der Politikeinfordern."

Gewessler abschließend: "Ich habe eine langjährige Verbindung mit den Grünen und teile grüne Werte. Mein Engagement in Oberösterreich ist durch die Arbeit mit Rudi Anschober zu den Themen Anti-Atom, Klimaschutz oder Biodiversität geprägt. Durch meine Kandidatur bekommt diese Bindung nun neue Form und Gestalt und wird sich weiter intensivieren. Darauf freue ich mich, darauf bin ich stolz und ich bedanke mich sehr für die breite Zustimmung zu meiner Kandidatur. Ich werde mit all meiner Kraft meinen Teil dazu beitragen, eine neue Ära der Grünen im Parlament zu starten."

David Stögmüller - Listenplatz 3

Persönlich / Ausbildung:
geboren 1987 in Ried/Innkreis, Tourismusschule Bad Leonfelden, Saison in der Gastro Tirol und Schweiz, Rotes Kreuz Landesverband OÖ - Rettungsdienst/ Lehrwesen, Studium Politikwissenschaften, FH Wels Innovation- und Produktmanagment

Politisch:
Gemeinderat Braunau am Inn, Bezirkssprecher Braunau am Inn, Mitglied im Landesvorstand Oberösterreich und im erweiterten Bundesvorstand, Delegierter zum European Green Council, Mitglied im Bundesrat

Stögmüller: "Ich habe in den vergangenen rund zwei Jahren die Grünen im Bundesrat vertreten. Es war gerade in unserer Situation durchwegs ein mühsamer und herausfordernder Kampf gegen eine türkis-blaue Übermacht. Ein Kampf gegen Windmühlen, der auch tiefe Einblicke gegeben hat in eine Politik, die unser Land Tag für Tag gespalten hat. Von den rechtspopulistischen bzw. autoritären Tendenzen, über die Zerstörung unseres Sozial- und Gesundheitssystems bis hin zur Ignoranz in Klimafragen. Diese Politik ist gescheitert und es ist Raum für eine neue Politik und für eine neue Entwicklung des Landes. Dafür braucht Österreich uns Grüne wieder im Parlament. Grüne, die felsenfest für eine saubere Politik stehen. Für eine Politik die sich konsequent für Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Kontrolle im Parlament einsetzt. Um diese Politik wieder im Nationalrat zu verankern, trete ich an, kämpfe ich, werde ich gemeinsam mit den anderen KandidatInnen das Beste geben."

Stögmüller: "Ich werde das nicht nur mit vollem Einsatz tun, sondern auch mit meiner ganzen Erfahrung, die ich in den beiden vergangen Jahren im Bundesrat sammeln durfte. Sowohl durch die inhaltliche, thematische Arbeit als auch durch die Auseinandersetzung mit dem parlamentarischen System und seinen Eigen- und Besonderheiten. Ich hatte die Gelegenheit, im Bundesrat die grüne parlamentarische Flagge hochzuhalten und aus diesem Forum heraus Grüne Oppositionspolitik machen. Das war herausfordernd, aber auch sehr spannend und lehrreich."

Stögmüller: "Ich werde weiter stark auf mein vorrangiges Themengebiet der Kontrolle setzen, wie ich es in den vergangen rund zwei Jahren intensiv gemacht habe. Ich habe mehr als 150 parlamentarische Anfragen gestellt, um den Mächtigen auf die Finger zu schauen und um Skandale und Steuergeldverschwendung in den Medien aufzudecken.Das ist eine Arbeit, die es in Zeiten des Ibiza-Videos, des BVT-und des Eurofighter- Skandals mehr denn je braucht. Diese Arbeit möchte ich im Nationalrat mit meinen Kompetenzen und Erfahrungen fortsetzen."

Agnes-Sirkka Prammer - Listenplatz 4

Persönlich /Ausbildung:
geboren 1977, verheiratet, 2 Kinder (geboren 2008 und 2009), Studium der Rechtswissenschaften an der JKU, RechtsanwältInnenprüfung 2004, ÖFB-Schiedsrichterin ab 2001, FIFA-Schiedsrichterassistentin ab 2006

Beruflich:
2006 bis 2016 Rechtsanwältin in Steyr und Linz, 2017 bis 2018 Rechtsberaterin bei einer NGO, seit 2018 politische Referentin bei LR Rudi Anschober

Politisch:
Seit 2013 im Vorstand der Grünen Leonding, seit 2015 Gemeinderätin in Leonding, seit 2018 Fraktionsobfrau der Grünen Leonding, seit 2019 Mitglied des Landesvorstands der Grünen OÖ

Prammer: "Als Juristin spielen in meinem gesamten Berufsleben Gesetze eine zentrale Rolle. Sie gestalten unser Zusammenleben und spiegeln unsere Werte. In den vergangenen 18 Monaten hat es diesbezüglich in Österreich eine mehr als bedenkliche Entwicklung eingesetzt. Schon bisher in der Grünen Politik aktiv, hat mich diese Entwicklung zu einer Kandidatur für den Nationalrat bewogen. Ich möchte durch mein Mandat dem fragwürdigen Prozess der letzten Jahre entgegenwirken, ich möchte als Teil und Vertreterin Grüner Politik dazu beitragen, diese Entwicklung in neue, menschlichere und zukunftsweisendere Bahnen zu lenken."

Prammer: "Als Menschenrechtsexpertin trete ich an gegen eine Politik, die Gesetze gegen bestimmte Gruppen von Menschen macht, anstatt für alle gleiche Verhältnisse zu schaffen. Gegen eine Politik, die die Armut der Betroffenen verschärft, statt sie zu lindern. Eine Politik, die die Gesundheit der Menschen gefährdet, statt sie zu schützen.Diese unseligen und folgenreichen Gesetze wurden in den letzten 18 Monaten im Parlament von der verantwortlichen türkis-blauen Politik beschlossen. Das Parlament ist auch das Forum, um all dies zu berichtigen und die Handschrift des Gesetzgebers zu ändern. Nicht nur in eine Handschrift der Menschlichkeit und der Fairness, sondern mit voller Konsequenz auch in eine Handschrift, die den Klimaschutz endlich als zentrale Aufgaben unserer Zeit sieht."

Prammer abschließend: "Gemeinsam mit den anderen KandidatInnen und der gesamten Grünen Bewegung in Oberösterreich und Österreich werde ich mit aller Kraft daran arbeiten, die Grünen zurück ins Parlament zu bringen und damit diese neue positive Entwicklung zu ermöglichen. Ich werde sowohl mein Wissen, meine Begeisterung als auch meine Erfahrungen in der Kommunalpolitik in diesen Wahlkampf einbringen. Den unmittelbaren Kontakt mit den Menschen, das offene Ohr für deren Anliegen, Sorgen und Erwartungen an eine verantwortungsvolle Politik."

Agnes-Sirkka Prammer, David Stögmüller, Leonore Gewessler, Stefan Kaineder
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