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am 16. November

Kooperationsräume: Land schafft Durcheinander

Ulrike Böker - Wir fordern den Nachfolger von Raumordnungslandesrat Strugl auf, die Stopptaste zu drücken und das Kooperationsräume-Konzept gemeinsam mit den Gemeinden zu überarbeiten.

Oberösterreich mit Bezirken und Gemeinden

Gemeindekooperationen sind gut, sinnvoll und werden bereits erfolgreich praktiziert. Aber das Land OÖ schießt jetzt über das Ziel hinaus. Denn die geplanten Kooperationsräume produzieren ein komplettes Durcheinander und bringen dadurch für die Gemeinden mehr Belastung statt Entlastung. Der zunehmende Widerstand kommt auch daher, dass die Gemeinden bislang gar nicht in diese Pläne eingebunden waren. Wir fordern daher den neuen Raumordnungslandesrat Markus Achleitner, der im Jänner Landesrat Strugl in dieser Funktion nachfolgt, auf, die Stopptaste zu drücken und das Kooperationsräume-Konzept gemeinsam mit den Gemeinden zu überarbeiten.

Das Land Oberösterreich hat im Bezirk Urfahr-Umgebung fünf Kooperationsräume um jeweils eine definierte Gemeinde als Zentrum festgelegt. Diese Zentren sollen für die umliegende Region zentrale örtliche Aufgaben übernehmen.

Gemeindekooperationen werden auch jetzt schon oft und in vielfältiger Form umgesetzt. Dazu gehören die Sozialhilfeverbände, Bezirksabfallverbände, Tourismusverbände, LEADER Regionen, LA 21 Regionen und Regionalvereine. Die Gemeinden stehen auch vor großen Herausforderungen stehen – vom demographischen Wandel bis zur Abwanderung. Den meisten Gemeinden ist ohnehin klar, dass sie für diese Herausforderungen Kooperation brauchen. Von oben diktierte Kooperationsräume sind hier aber keine Hilfe. Es stellt sich schon die Frage, woher diese neuen Gebietsüberlegungen kommen. Es sind zusätzliche Belastungen für BürgermeisterInnen sowie GemeinderätInnen zu befürchten: Wieder neue Gremien, noch mehr zeitliche Belastung und wahrscheinlich Themen, die doppelt diskutiert werden. Das kann nicht Sinn der Sache sein.

Zurück zum Start. Zusätzliche Kooperationsräume oder die Änderung bestehender können nur gemeinsam mit den Gemeinden entwickelt werden. Langjährige Erfahrungen mit dem Regionalentwicklungsverein Urfahr West (uwe) haben uns gelehrt, wie wichtig Kooperationen sind, aber auch wie geduldig man dabei sein muss, um "Denkgrenzen" aufzubrechen. Diese Grenzen in den Köpfen sind oft starrer, als Gebietsgrenzen.

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