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am 1. Juni 2018

Die Zeit der Eitelkeiten ist vorbei

ooe.planet Redaktion - Mit Bundesrat David Stögmüller (30) und dem Landtagsabgeordneten Stefan Kaineder (33) sind zwei junge Oberösterreicher in wichtigen Funktionen der Grünen Politik tätig. Angst um die Zukunft der Grünen haben beide nicht.

Grüne Zukunft gestalten

Die Neustart-Konferenz am 5. Mai in der Linzer Tabakfabrik war ein erster wichtiger Schritt. "120 junge Leute, die grüne Politik voranbringen wollen und die bereit sind, sich ordentlich reinzuhängen, damit diese Bewegung wieder Fahrt aufnimmt. Herz was willst du mehr?" freut sich Stefan Kaineder. Diese Menschen haben sich im Rahmen dieser Veranstaltung zum ersten Mal zu einem Next Generation Lab getroffen, das Kaineder und sein Landtagskollege Severin Mayr ins Leben gerufen haben.

Aktives Tun statt Generation Sesselkreis

"Ich bin einer, der nicht aus der Generation Sesselkreis stammt, sondern aus der Generation Tun", charakterisiert sich David Stögmüller selber. "Wir wollen anpacken, die konstruktiven Kräfte zusammenbringen und aufzeigen, wo wir hinwollen. Eine Parteistruktur ändert man aber nicht von heute auf morgen, deshalb braucht es bis November auf alle Fälle noch Zeit."

Dass sich etwas ändern muss, ist auch Stefan Kaineder klar: "Seit Oktober wissen wir: Die Zeit der Eitelkeiten ist vorbei. Wir müssen jetzt zusammenstehen und vor allem müssen wir wieder eine Vision entwickeln, für die wir glaubwürdig stehen und die uns die Menschen auch zutrauen. Da braucht es die Erfahrung der GründerInnengeneration, aber schon auch stark die Jungen. Die Antworten auf wichtige gesellschaftspolitische Fragen sehen 2018 einfach anders aus als 1978. Und in diesem Prozess will das NextGenLab einen wesentlichen Beitrag leisten."

Viel Potential im Grünen Umfeld

Angst um die Zukunft der Grün-Bewegung haben beide nicht. "Es gibt viel Potential im Grünen Umfeld. Die Herausforderung wird es sein, auch Menschen, die etwa nicht unbedingt in einem Gemeinderat mitarbeiten wollen, aber sich einbringen wollen, reinzubekommen. Dieses Knowhow brauchen wir. Bei den Grünen soll ich das Gefühl haben, hier kann ich aktiv was mitbestimmen", so Stögmüller. Inhaltlich relevant zu bleiben, gelänge den Grünen erstaunlich gut, das Aus im Parlament schmerzt aber weiter sehr. "Vor allem bei CETA hat man jetzt gesehen, wie sehr es uns eigentlich braucht. Die NEOS waren immer für CETA und TTIP und die SPÖ ist in jede Richtung schon mal umgefallen und kann keine glaubwürdige Oppositionspolitik machen. Das ist schon bitter. Der einzige ernstzunehmende Widerstand ist damit außerparlamentarisch."

"Aber wir werden das wieder ändern, davon bin ich fest überzeugt", betont Stefan Kaineder und David Stögmüller schlägt in dieselbe Kerbe: "Die NEOS haben es etwa geschafft, Politik für Junge wieder angreifbar zu machen. Durch den Abgang von Matthias Strolz ist da für die Grünen gerade ein Platz wieder frei geworden, da haben wir eine Chance, reinzukommen. Diese gilt es, auch auf Bundesebene wieder zu nützen."

Text: Marco Vanek

Pressefoto 2018 3 David Stögmüller

David Stögmüller wurde am 01. Februar 1987 in Ried im Innkreis geboren. Er ist Bundesrat der Grünen, Bezirkssprecher der Grünen im Bezirk Braunau und Gemeinderat der Grünen in der Stadt Braunau.
Twitter: @Stoegmueller

Pressefoto 2018 3 Stefan Kaineder

Stefan Kaineder (33) ist aus Dietach (Bezirk Steyr-Land) und Vater von drei Kindern. Seit 23. Oktober 2015 ist er Mitglied des oberösterreichischen Landtags. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit Familienpolitik, Sozialpolitik und der Landwirtschaft.
Twitter: @stefankaineder​

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