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am 1. September 2018

Wer Fachkräfte braucht, muss ausbilden können

ooe.planet Redaktion - Der 4-Stufen-Plan der Grünen Wirtschaft gegen den Fachkräftemangel

Lehrlingsausbildung

Der Fachkräftemangel wird für immer mehr Unternehmen spürbar. Vor allem Klein- und Mittelständische Betriebe (KMU) ziehen häufig in der Konkurrenz um Lehrlinge gegenüber großen Betrieben den Kürzeren. Gezielte Zuwanderung ist kurzfristig eine der wichtigsten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. "Bei Unternehmen herrscht jedoch große Verunsicherung, da die Rechtssicherheit fehlt", sieht Peter Sönser, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Wels, die Bundesregierung gefordert, endlich ihren Job zu erledigen.

Langfristig kommt aber auch der Lehrlingsausbildung eine bedeutende Rolle zu. Denn wer Fachkräfte braucht, muss diese ausbilden können. "De facto findet die Lehrlingsausbildung in den Großbetrieben statt, weil es für kleine Betriebe oft nicht leistbar ist", weiß Bernhard Seeber, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft OÖ. "Es braucht daher eine grundlegende Reform, wie wir junge Menschen in Lehrberufen ausbilden. Einerseits, damit Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und KMU auch die Möglichkeit haben auszubilden, andererseits um insgesamt der Lehre ein besseres Image geben zu können."

Der 4-Stufen-Plan
  • Der Plan der Grünen Wirt­schaft sieht vor, die Schulpflicht bis 16 Jahre zu verlängern, um eine längere Orientierungsphase vor der Berufs- und Ausbildungswahl zu ermöglichen.
  • Regionale Ausbildungsplattformen sollen an die Stelle von Berufsschulen treten. Sie sollen neben der Wissensvermittlung die zentrale Drehschreibe für alle Elemente der Berufsausbildung in einer Region werden.
  • Des Weiteren soll die Berufsausbildung ähnlich der Schulausbildung als Solidaraufgabe verstanden werden. Dazu soll ein Ausbildungsfonds entstehen.
  • Schließlich will die Grüne Wirtschaft eine einheitliche Ausbildungsentschädigung für alle Berufe, die nach Ausbildungsjahren gestaffelt wird.
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