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am 14. Dezember 2017

Studium Lehramt: Pendeln & Zeit verlieren

David Stögmüller - Die Situation ist für viele Lehramtsstudierende in Oberösterreich nicht zumutbar. Unter diesen Bedingungen ist ein zeitgerechter Studienabschluss nicht möglich. Wir stellen eine Anfrage an das Wissenschaftsministerium.

Gruppe von StudentInnen

Diese Situation ist den Studierenden an den Pädagogischen Hochschulen nicht länger zumutbar. Die Zusage war, dass man dieses Jahr alle Studienfächer in Linz absolvieren könne. Aber das stimmt bei weitem nicht. Viele Studierende müssen weiter nach Salzburg pendeln, das kostet viel und erschwert die Planung. Es muss endlich eine Lösung gefunden und alles daran gesetzt werden, den Bildungsstandort Oberösterreich zu stärken. Nachdem uns Studierende auf diese belastende Situation aufmerksam gemacht haben, bringen wir eine Anfrage an den zuständige Wissenschaftsministerium ein.

Konkret geht um die "PädagogInnen Ausbildung Neu" in Oberösterreich und Salzburg im sogenannten "Entwicklungsverbund Cluster Neu". Seit Sommer 2016 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Pädagogische Hochschule OOberösterreich, der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz und der Universität Salzburg.

Vor allem StudentInnen, die Sport und Geographie studieren müssen sogar mehrmals wöchentlich nach Salzburg pendeln, um überhaupt ihr Studium abschließen zu können. Das bedeutet abgesehen vom Zeitaufwand erstens erhebliche Mehrkosten von mehr als 500€ pro Semester. Zweitens kommt es zu massiven Problemen bei der Planung der verpflichtenden Zweitfächer. Schon jetzt gibt es bei einigen Fächerkombinationen bereits in Linz terminliche Überschneidungen bei Lehrveranstaltungen an den unterschiedlichen Bildungsinstitutionen. Und jetzt müssen die Studierenden das auch noch mit den Lehrveranstaltungsplänen der Universität Salzburg vereinbaren. Das wird immer komplizierter und macht den Abschluss des Studiums in der vorgegebenen Zeit nahezu unmöglich.

Wir brauchen hier eine rasche Lösung. E-Learning und Vorlesungen per Video Streaming sind eigentlich an den Unis bereits Standard. Es ist unerklärlich, warum diese Instrumente nicht eingesetzt werden, um die Lage für die Studierenden zu verbessern.

SGrundsätzlich geht es darum, den Bildungsstandort Oberösterreich zu stärken und auszubauen. Es ist künftig mit einem massiven LehrerInnenmangel zu rechnen. Daher müssen wir Studierende motivieren und nicht mit mangelhaften Rahmenbedingungen in anderen Bundesländer vertreiben. Wir müssen sie in Oberösterreich halten, für professionelle Bedingungen, eine durchgängiges Ausbildungsangebot und die nötige Infrastruktur sorgen. Dazu zählt langfristig auch die Errichtung einer pädagogischen Universität in Oberösterreich.

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