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am 22. Oktober

Schwarz-Blau hungert Bildungsbereich aus

Gottfried Hirz - Schwarz-Blau vergibt Riesenchancen, lässt eine der wichtigsten Ressourcen nicht nur ungenutzt, sondern hindert sie, ihren Wert zu entfalten.

Schilder zu Schulen und Sportstätten

Einer der zentralen Faktoren zur Bekämpfung des Fachkräftemangels ist die Bildung. Sie bringt die erforderlichen Qualifikationen und Fähigkeiten und diese sind Grundlage für eine bestens ausgebildete Fachkraft.
Bildung ist der Schatz, die Schule und anderen Bildungseinrichtungen sind die Schatzkammern. Aber ÖVP und FPÖ fürchten sich, die Kammern zu öffnen.

Dieses Verhalten teilen Schwarz-Blau sowohl im Bund als auch im Land. Sie vergeben Riesenchancen, lassen eine der wichtigsten Ressourcen nicht nur ungenutzt, sondern hindern sie ihren Wert zu entfalten.

Bund halbiert Sprachförderung - unsere Forderung: Dienstposten für Sprachförderung garantieren

Die lautstarke Ankündigung der Deutschklassen mündet de facto in einem massiven Kürzungskurs. Denn die Dienstposten werden von 145 auf 60 Dienstposten gekürzt, somit die Sprachförderung halbiert und die Grundlage für erfolgreiche Integration damit torpediert. Schwarz-Blau lässt damit SchülerInnen und LehrerInnen bei der Integrationsarbeit im Stich.

Kürzungen bei der Sprachförderung sind kontraproduktiv. Denn je besser Kinder und Jugendliche Deutsch lernen, umso höher sind grundsätzlich ihre Bildungs- bzw. Arbeitsmarktchancen. Wir bringen sie dadurch schneller und zielgerichteter als Fachkraft ins Berufsleben. Das liegt doch auf der Hand.

Wir nehmen daher diese Kürzung nicht hin und fordern von Landeshauptmann Stelzer eine Lösung, um diese abzuwenden. Andernfalls werden wir weder dem Bildungsbudget noch dem Lehrerdienstposten-Stellenplan zustimmen. 

Gesamter Bildungsbereich im Land betroffen - Unsere Forderung: Kürzungen zurücknehmen, in Bildung investieren und damit Fundament der Fachkräfteausbildung stärken

Auf Landesebene fehlen nicht nur bei der Kinderbetreuung, sondern auch im Schulbau, bei den Berufsschulen, den Fachhochschulen sowie bei der Aus- und Weiterbildung dringend notwendige Investitionen. Kürzungen sind kontraproduktiv.  

Mehr Geld für den Schulbau statt endloser Wartezeiten

Qualitativ hochwertige Schulbildung braucht entsprechende Rahmenbedingungen. Diese sind in vielen Schulen Oberösterreichs aber nicht gegeben. Bis zu 10 Jahren und teils sogar darüber beträgt aktuell die durchschnittliche Wartezeit für die Realisierung zugesagter Bau- und Sanierungsmaßnahmen. 316 Schulen sind derzeit im Schulbauprogramm zur Sanierung angemeldet, rund ein Drittel davon ist umgesetzt, aber noch nicht ausfinanziert. 20 Prozent der oberösterreichischen Pflichtschulen– konkret 159 der 820 Pflichtschulen in Oberösterreich sind noch nicht einmal ins Schulbauprogramm aufgenommen, haben aber bereits Sanierungsbedarf angemeldet.
Das Förderbudget des Landes ist viel zu gering. Es wird viel zu wenig in den Schulbau investiert, das bestätigt auch der Landesrechnungshof. die langen Wartelisten bei Sanierungen können nicht abgearbeitet werden. Wir brauchen dringend mehr Geld für den Schulbau, die Koalition muss endlich den Ernst der Lage erkennen.

Berufsschulen stärken statt schließen

Berufsschulen sind eine der zentralen Säulen der Fachkräfteausbildung. Aber Schwarz-Blau schwächt diese Säule. Obwohl die Lehrlingszahlen in Oberösterreich wieder im Steigen begriffen sind, werden in Oberösterreich Berufsschulen (z.B. in Braunau und Gmunden) zugesperrt.

Oberösterreich ist ein Industriestandort, der von seinen Fachkräften und Lehrlingen lebt. Wir müssen in eine moderne Lehrlingsausbildung investieren. Das Zusperren regionaler Ausbildungsstätten ist der falsche Weg.

Oberösterreichischen Fachhochschulen ausbauen statt mit Hürden bremsen

Die Fachhochschulen sind der Motor der qualifizierten Fachkräfteausbildung. Statt sie zu stärken, hat schwarz-blau Hürden errichtet. Das Fachhochschulbudget für Oberösterreich wurde voriges Jahr deutlich um fast 7% von 26,2 Millionen auf 24,5 Millionen Euro gekürzt. Die Fachhochschulen mussten die Budgetkürzungen mit der Einhebung von Studiengebühren abfedern.

Wir haben einen Fachkräftemangel in Oberösterreich und eine enorme Nachfrage am Arbeitsmarkt nach FH-AbsolventInnen. Über 99% der AbsolventInnen bekommen nach dem Abschluss unmittelbar eine Beschäftigung. Da ist die Errichtung von Zugangshürden wohl mehr als kontraproduktiv. Diese Kürzung muss beseitigt, die Studiengebühr abgeschafft und die Studienplätze ausgebaut werden. Das ist der einzig richtige Weg und ein weiteres Instrument, um dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken.

Mehr Mittel für die Johannes Kepler Universität statt weitere Benachteiligung

Der Ausbau der JKU ist ein zentraler Baustein zur Stärkung des Bildungs- und Wirtschaftsstandortes Oberösterreichs. Bei der Zuteilung der Bundesmittel ist die JKU bisher immer benachteiligt worden. Das darf nicht wieder geschehen. Die Verhandlungen über die Leistungsperiode von 2019 bis 2021 nähern sich dem Abschluss. Die JKU muss einen gerechten Anteil am Zuwachs des Bundesbudgets für die Unis erhalten. Nur so kann eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der JKU beziehungsweise konkret der Ausbau des Angebotes an Lehrstühlen und Studienplätzen sichergestellt werden.

In Aus- und Weiterbildung investieren statt Bildungskonto kürzen

Investitionen in bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung sowie Umschulung sind unerlässliche Instrumente gegen den Fachkräftemangel. Das "oberösterreichische Bildungskonto" dient der Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen Erwachsener zum besseren Fortkommen im Beruf und zur besseren persönlichen Qualifizierung. Konkret gefördert werden berufsorientierte Weiterbildungen und Umschulungen, um den vielfältigen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt gerecht zu werden, beispielsweise auch der Digitalisierung.
Die Mittel des Bildungskontos wurden in den vergangenen Jahren aber laufend gekürzt. Investitionen in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen müssen auch im Budget des Landes Oberösterreich Vorrang haben.

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