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am 17. December 2018

Musikvolksschulen fallen Kürzungswut zum Opfer

Gottfried Hirz - Oberösterreichs fortschrittliche Schulversuche fallen der Kürzungswut des Bundes zum Opfer. Kürzungen unter dem Deckmantel der Schulautonomie sind völlig verantwortungslos.

Die Musikvolksschulen sind der nächste fortschrittliche Schulversuch, der der schwarz-blauen Kürzungswut zum Opfer fällt. Eine Kürzungswut, die sich als Schulautonomie verkleidet. Denn was bringt diese Autonomie, wenn die Schulen dafür weniger Ressourcen bekommen. Es werden nur die Fächer gegeneinander ausgespielt. Es kommt zu realen Stundenkürzungen und Qualitätsverlust. Der Bund muss den Kürzungskurs stoppen und die Schulen mit den nötigen Mitteln ausstatten. Wir werden das im nächsten Landtag thematisieren.

Wir sind immer schon dafür eingetreten, den Schulen mehr Autonomie und damit mehr Eigenständigkeit und Gestaltungsfreiheit zu geben. Aber die Bundesregierung sieht darin nur ein Kürzungsvehikel. Wir kürzen eure Stunden, aber ihr könnt das gestalten wie ihr wollt – das ist die Devise von Schwarz-Blau. Das ist eine völlig eingeschränkte Sichtweise von Bildung. Bildung ist mehr als reine Wissensvermittlung. Sie ist viel mehr. Sie ist auch Persönlichkeitsbildung und Förderung der Talente. Aber das verkennt und ignoriert die Bundesregierung völlig, in dem sie einen erfolgreichen Schulversuch einstellt.

Was nun den Musikvolkschulen droht, war auch für die I-Klassen geplant. Das drohende Aus konnte aber durch gemeinsames Vorgehen der oberösterreichischen Politik sowie den großartigen Einsatz der Elterninitiative "Rettet die I-Klassen" gemeinsam mit LehrerInnen und SchulleiterInnen abgewendet werden.

Unter dem Deckmantel der Selbstbestimmung schulische Leistungen zu kürzen und abzustellen, ist kontraproduktiv. Der Bund darf die Verantwortung nicht auf die Schulen abwälzen, sondern muss sie mit den nötigen Mitteln ausstatten.

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